sabinewaldmannbrun

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Ebola

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Ebola

Irgendwo in Afrika südlich der Sahara.
Warten vor einer Gesundheitsstation.
35° im Schatten (wie an 246 Tagen im Jahr).
3-6 Stunden Fußweg zur nächsten Klinik.
Der Bus, einmal täglich, fährt nicht fahrplanmäßig, sondern wenn er voll besetzt ist (das heißt: 3-5 Personen auf 2 Plätzen).
Die einzige Krankenschwester auf der Gesundheitsstation hat Malaria, wie die Hälfte ihrer Patienten. Deshalb geht alles noch ein bisschen langsamer als sonst.
3-4 Stunden Wartezeit muss man einplanen.
Schmerzmittel: Paracetamol, falls nicht out of stock.

Es wird berichtet, dass das erneute Aufflackern von Ebola in Westafrika, u.a. in Sierra Leone, auch darauf zurück zu führen ist, dass die Bräuche um die Bestattung von Familienmitgliedern wie das Waschen und Umarmen des Verstorbenen nicht unterlassen werden, dass aus Angst, in Quarantäne geschickt zu werden, Sterbefälle nicht gemeldet werden (wer soll in der Zeit die Feldarbeit machen, die Kinder versorgen, etc. etc.).
Ist es nicht auch verständlich, wenn die Menschen vor Ort den Vorschriften von Ausländern in weißen Schutzanzügen zunächst misstrauisch gegenüber stehen? Ausländer, die Regeln diktieren, haben sich oft genug als nicht vertrauenswürdig erwiesen.
Es würde einen Unterschied machen, wenn Landsleute diejenigen wären, die auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften bestehen.
Die Katze beißt sich in den Schwanz: die beste Investition ist die Förderung einer guten Ausbildung der Menschen vor Ort….

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