sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.

Ebola II

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Schule und Lernen hat an vielen „armen“ Orten der Erde einen anderen Stellenwert: so sehr erwünscht, aber doch nur unter Schwierigkeiten möglich – weil es keine Schule, nicht genügend Lehrer, kaum Experten gibt, weil Schule bezahlt werden muss, weil, weil…

In Serabu, dem Klinikprojekt von German Doctors in Sierra Leone, wird die Ausbildung der einheimischen Mitarbeiter sehr ernst genommen. Entwicklunghilfe muss sich entbehrlich machen, wenn sie nachhaltig sein will. Der chirurgische und der anästhesiologische Azubi, zwei junge Männer aus dem Land, sind hoch motiviert. Ein 1:1 Lehrverhältnis ist auch erstklassig; wo gibt es in Deutschland in der Facharztausbildung Einzelunterricht durch einen Facharzt, täglich für mehrere Stunden?

Jetzt, in der angespannten Situation im Kontext der Ebola-Epidemie, die auch Sierra Leone erfasst hat, schien es sinnvoll, dass ein Experte aus dem tropenmedizinischen Institut in Würzburg die Klinik besucht hat, um das Personal zu schulen: Wie findet die Übertragung überhaupt statt? Unter welchen Bedingungen (über)lebt das Virus? Welche Hygiene-Maßnahmen sind bei Verdacht auf Ebola essentiell? Wie damit umgehen, wenn ein Patient mit Ebolaverdacht aufgenommen werden muss?

Wie kann eine Buschklinik, fern ab der Hauptstraßen, ohne verlässliche Internetverbindung, ohne Buchladen für Fachliteratur im Umkreis von hunderten von Kilometern, adäquat mit einer Bedrohung wie dieser umgehen?

Ausbildung ist kostbar.

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