sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.

Ebola III

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Die Zeiten im German Doctors‘ Projekt Serabu haben sich geändert. Gesundheitsposten haben geschlossen, weil Personal geflohen ist oder sich mit der Seuche infiziert hat. Die Schulung der Mitarbeiter durch das Würzburger Institut für Tropenmedizin hat neue Standards in Hygiene, Selbstschutz und Patientenbehandlung geschaffen. Es sind aus Sicherheitsgründen bis auf die mit Management befasste Langzeitärztin keine Kurzzeitärzte mehr vor Ort, die Patientenzahlen sind zurück gegangen, weil die Menschen fürchten, sich in der Klinik mit Ebola anzustecken. In gewisser Weise ist das in den letzten drei Jahren unterstützte Projekt ungeplant und abrupt nahezu selbständig geworden – das einheimische Personal ist, ohne ärztliche Unterstützung, selbstverantwortlich für die Fortführung des Klinik- und OP-Betriebs, was gut gelingt.  Zwischenzeiten mit geringer Patientenbelegung werden von den Mitarbeitern  zur Aufklärung der Landsleute in den umliegenden Dörfern genutzt – diejenigen, die für ihre gute Arbeit im Krankenhaus bekannt sind, werden eher gehört als Fremde von ausserhalb. Trotzdem ist, wer die Gesichter, Geschichte und Anliegen der Mitarbeiter kennt, in Sorge. Es beschämt, selbst aus Sicherheitsgründen nicht vor Ort sein zu dürfen, während jene, die uns aus intensiver, gemeinsamer Arbeit vertraut und geschätzt sind, keine andere Wahl haben, sie müssen bleiben…. Times have changed in the German Doctors’s project in Serabu, Sierra Leone. Health posts in the surroundings have closed, health workers ran away or died. Teaching the staff of Serabu hospital has set new standards in hygiene, protection of the team and isolation of the sick. Following the advice of the management, there are no more short term doctors and patient numbers have decreased since people are afraid to get infected in the hospital.  In some way the project is thrown into cold water, being almost independent now. Since there is only one longterm doctor present for management, the local staff has to keep up the daily surgical, gynaecological routine, which works very well. Times with few patient-consultations are used for informing people in the villages about the disease and how to cope with it to prevent transmission: those who are already known for their good work at the hospital are respected also in their advice. In spite of these good news in the midst of disaster we are worried about our colleagues far away. Knowing their faces, their homes and families  makes ashamed for keeping distance – they have to stay, they don’t have a choice….

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