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Farbe. Linie. Sehen.

African Ladies – Evelyne

4 Kommentare

„Yes, I can!“ That sounds a bit like Obama, but it was Evelyne’s motto even before Obama was elected president. When she was born in Mathare 27 years ago, her father was a caretaker at church, and when his daughter had finished class 4 in school, she got a sponsorship for joining a boarding school. Great chance to get a good education, but hard life for the girl, who only saw her parents twice a year from now on. When she was 15 years old, Evelyne moved back to Nairobi with her brother and went to highschool. Being a good student she got a sponsorship again to become a lab technician, which was less expensive then nursing school, her first choice. But the sponsor ran out of money and Evelyne could not finish her studies. 2008 her brother got sick and died. This was a time when she reached her limits, she says, it was a time of big sorrow. But the brave girl did not give up and found a job at Baraka Health Center as a cleaner, since her father was known by the headnurse. After two years the administration was looking for a translator  and someone remembered, that Evelyne had  finished high school with good results, so she started a new job in helping the doctors in translation. 

One dream never ended, Evelyne explains: to become a nurse some day. But she has to save money for nursing school first. Her husband, a self employed business man, will support her, she knows, and will take good care of the children Stephanie, Jeremia and Scholastica.

She likes her work at Baraka, and though it is a 2-hour Matatu-bus-journey to reach her working place, she always is in time. Best place to be is with the children’s doctor, she smiles. And every now and then a child leaves the place with a grinning balloon-face made out of a rubber glove by Evelyne….

„Yes, I can!“ – „Ich schaffe es!“  Das klingt ein wenig wie Obama, diese Worte waren aber bereits Evelynes Motto, bevor Obama zum Präsident gewählt wurde. Als sie vor 27 Jahren in Mathare geboren wurde, war ihr Vater ein kirchlicher Angestellter, und als sie die vierte Grundschulklasse absolviert hatte, erhielt Evelyne durch einen Spender die Chance, ihre schulische Ausbildung im Internat weiterzuführen. Eine wunderbare Chance, sich weiter zu qualifizieren, aber mit dem Nachteil, dass sie ihre Eltern nur noch zweimal im Jahr zu Gesicht bekam.  Als sie 15 Jahre alt war, zog sie mit ihrem Bruder  zurück nach Nairobi und besuchte dort die weiterführende Schule, die sie so gut abschloss, dass sie mithilfe einer weiteren Spenderin eine Ausbildung als Laborantin beginnen konnte. Leider wurde diese Unterstützung jedoch vorzeitig beendet, so dass Evelyne nicht weiter studieren konnte. Zudem erkrankte ihr Bruder und starb. „Ich kam an meine Grenzen,“ sagt Evelyne, es war eine Zeit grosser Trauer. Aber das tapfere Mädchen gab nicht auf, sondern fand eine Stelle im Putzdienst von Baraka Health Center, weil ihr Vater der leitenden Schwester bekannt war. Zwei Jahre später wurde eine Übersetzerin gesucht und man erinnerte sich an Evelynes gute Schulabschlüsse. Nun konnte sie während der Sprechstunde für die deutschen Ärzte übersetzen.

„Den Traum, eines Tages doch noch Krankenschwester zu werden, habe ich nie aufgegeben“, sagt Evelyne. Aber sie muss noch für die Ausbildung sparen. Ihr Mann, ein selbständiger Kleinunternehmer, wird sie unterstützen, dessen ist sie gewiss. Er kümmert sich auch jetzt schon gut um die Kinder Stephanie, Jeremia und Scholastica, wenn sie bei der Arbeit ist.

Sie schätzt ihre Arbeit in Baraka. Und obwohl ihr Arbeitsplatz eine 2-Stunden-Reise im Matatu-Bus von ihrem Zuhause entfernt ist, war sie immer schon da, wenn am Morgen die Ärztin zur Arbeit kam. Am liebsten übersetzt Evelyne für die Kinderärzte. Und immer wieder einmal verlässt ein Kind, das anfangs sehr geweint hat, die Ambulanz stolz mit einem von Evelyne bemalten  Gummihandschuh-Ballon….

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4 Kommentare zu “African Ladies – Evelyne

  1. Ich mag deine respektvolle Art über Menschen zu berichten ….

  2. Das ist eine beeindruckende Lebensgeschichte, und gut geschrieben von dir, Sabine! Ich habe das sehr gerne gelesen.

  3. bewundernswert, yes we can,,,mit Ausdauer und Mut …..

  4. Ich freue mich immer wieder, positive Geschichen über Afrika und Afrikaner zu lesen. Negatives gibt es ja nur allzu oft. Weiter so.

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