sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Travellers – Reisende

The black wise man prepares for his journey to the new born savior Jesus, and I prepare for the next term of joining the staff at Baraka Health Center in Mathare Valley Slum Nairobi with German Doctors. People are travelling all around the world. Some do so for fun, some because of fear and war. May there be christmas the way it was meant to be.

Der schwarze Weise bereitet sich auf die Abreise zum neugeborenen Jesus vor und ich auf meinen diesjährigen Einsatz im Mathare Valley Slum in Nairobi  mit German Doctors. Die Welt ist voller Reisender, manche, weil es Spass macht, manche, weil der Ort, von dem sie aufbrechen, zu gefährlich geworden ist. Auf dass Weihnachten wird, so, wie es gedacht ist (unabhängig von Bäumen, Kerzen, Plätzchen, Frieden, Geld genug, und was auch immer sonst den Blick verstellen könnte…).

…for further information: http://www.german-doctors.de

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African Ladies – Stella, cook

Colors are important for Stella – and they are also a bit a representative of her mood, she explains. Sometimes, when she wakes up tired and joy is still to come, she dresses in black or brown. On other days a bright yellow or green is appropriate and her earrings add sparkles of pink or light blue. When she cooks,  meals become a work of art. To paint the picture of  just one example: white rice with green parsley, orange carrot flakes and yellow pepper pieces, arranged in the most inviting way! And imagine, this is just a side-dish…

 Being born in Kenia as the only child of a single mother, who works as a supervisor at a supermarket, Stella got the chance to visit Utalii college in Nairobi after finishing high school. She enrolled for food production and cooking, had her internship at Kenia Commercial Bank Leadership Center in Karen, then worked at the Ocean Basket Restaurant and finally started to be the German Doctors‘ cook in 2010.

Stella loves experimenting. Every now and then she finds interesting recipes or handwork ideas in the internet and makes them come real. Where does she see herself in 10 years? Opening her own restaurant would be nice, to settle down, to have two children.

Her Motto? „I do, what I do from my own heart, not from someone else pushing me!“

For the day before I left, I asked her, if she could prepare a (goodbye-)meal with peanuts and cooking bananas, two typical african ingredients. All else should be her own choice. We usually went out to a restaurant, before one of the colleagues leave, but since I appreciate Stella’s meals, my choice was „Stellas place“. And this was the menu: a creamy vegetable soup to start with, then cumin-spiced rice with a rich curry-peanut sauce, fried cooking bananas, Samosas  and tomato salad. And a fruit salad in yellow, red and green for dessert. What a delight – and great thanks to the highly skilled cook! 

Farbe….da ist Stella zuhause. Und ein wenig erzählen ihre Farben auch über sie und wie sie sich gerade fühlt. Manchmal, an einem müden Morgen, reicht es nur für gedeckte Töne – braun oder schwarz, bis wieder die Zeit für ein sonniges Gelb oder ein strahlendes Grün gekommen ist, dem vielleicht noch ein pralles Pink oder ein lichtes Blau einen zusätzlichen Akzent aufsetzt. Auch beim Kochen spielt Farbe eine wichtige Rolle. Um nur ein Beispiel zu nennen: weisser Reis mit grünen Petersilientupfen, orangefarbenen Möhrenraspeln und gelben Paprikawürfeln, einladend angerichtet, und, man bedenke, dies ist ja nur eine Beilage…

Stella ist Kenianerin und Tochter einer alleinerziehenden Mutter, die als Aufsicht in einem Supermarkt arbeitet.  Sie hatte die Chance, nach ihrem Highschool-Abschluss das Utalii-College in Nairobi zu besuchen und  ‚food production‘ zu studieren, absolvierte ihr Anerkennungspraktikum am Kenia Bank Leadership Center in Karen, arbeitete eine zeitlang im Ocean Basket Restaurant und wurde 2010 schliesslich die ‚Leibköchin‘ der German Doctors, wo die Lebensmitteleinkäufe und die Zubereitung einer warmen Mahlzeit pro Werktag ihr Ressort sind (eine wahre Freude, wenn man abends müde von der Arbeit in Baraka nachhause kommt!).

Und sie liebt Experimente. Hin und wieder entdeckt sie neue Rezepte  oder Handarbeitsanleitungen im Internet, die sie mit Geschick umsetzt. Wo könnte sie sich in 10 Jahren sehen, frage ich? In einem eigenen Restaurant vielleicht, überlegt Stella,  und eine Familie gründen, zwei Kinder haben… Und ihr Motto? “ Was ich tue, kommt aus meinem eigenen Herzen,“ sagt sie, „nicht aus dem Druck, den mir andere machen.“

Für den Tag vor meiner Abreise hatte ich Stella gefragt, ob ich mir zwei Zutaten zu einem Abendessen wünschen dürfte, das sie ansonsten frei gestalten könne – etwas mit Erdnüssen und Kochbananen, zwei typisch afrikanischen Zutaten. Üblicherweise suchen sich die Kollegen für ihr Abschiedsessen ein Restaurant aus, aber da ich Stellas Essen schätze, war für mich auch „Stella’s Place“ der richtige Ort für diesen Abend. Und das war das Menü, das sie daraus und drumherum zauberte: Eine cremige Gemüsesuppe zum Eingang, als Hauptgericht cumingewürzten Reis mit einer reichhaltigen Erdnusssosse, geröstete Kochbananen, Samosas und ein Tomatensalat. Zum Nachtisch: ein Fruchtsalat in Gelb, Rot und Grün. Ein Genuss! Und mein Dank geht an die begabte Köchin!


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Und noch ein Abschied – Another goodbye..

Auch diese grosse Giraffenlady hat ein neues Zuhause – so ganz gerne habe ich sie nicht ziehen lassen. Mit ihren 1,84m ist sie doch eine Schwester der Anderen, die wir in unserer alten Wohnung an die Wand gemalt zurück lassen mussten. Dass die Benefizausstellung im Nikolaus-Cusanus-Haus,  wo auch sie verkauft wurde, einen fünfstelligen Erlös ergeben hat, ist dann aber eine riesige Freude – so hat sich diese Ausstellung wirklich gelohnt! Auch das DIFAEM freut sich, denn der Erlös kommt Gesundheitsprojekten in Malawi zugute, wo die Einheimischen in den Dorf-Gesundheitsdiensten ausgebildet werden und dann selbst ausbilden. Nutzung von Moskitonetzen, Latrinenbau, Hygiene, Ernährung und dergleichen sind wichtige Themen in diesem Zusammenhang.

Weitere Infos finden sich unter http://www.difaem.de

Also this Lady (1,84m) had to leave home – after having to say goodbye to her sister, painted on the wall of our old apartment, it was a little sad again. But how great, that the beneficiary exhibition, where she was sold, brought quite a large amount of money for the DIFAEM-Healthprojects in Malawi – in fact, we could sell 25 of my paintings! Good, that the village people over there  get a chance to be educated and then educate others to make their life a bit more healthy.  Using more mosquito-nets, building latrines, hygiene and nutrition are important topics in this context!

Read more on http://www.difaem.de


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Abschied von der Grossen – Good bye to a tall Lady

Vor sechzehn Jahren dachte ich mir eines abends, es wäre nett, mal die ganze Wandgrösse für ein Giraffenbild auszunutzen, immerhin 2,50 m. Der Ehemann, mit Respekt vor den nicht eigenen Wänden, war wenig begeistert. Ich wartete, bis er im Bett lag und schlief und malte ein Nachtbild. Da der Pinselschwung erfahrungsgemäss abends ein flotterer ist, war auch der Gatte am Morgen von dem Ergebnis erfreut und entwickelte mit der Zeit eine Art freundschaftliche Beziehung zu der stillen Mitbewohnerin mit den langen Wimpern. Nachdem nun das Haus verkauft und die Wohnung geräumt ist, bleibt die Giraffe als letzte vor Ort – die Farbschichten vieler Jahre auf der Tapete wären nicht heil abzulösen…

Sixteen years ago I decided, that it might be a good experience to paint a giraffe from floor to ceiling. The husband, full of respect towards the not-our-own-walls, was not amused by the idea. So I waited until he was sound asleep in bed and started the night-giraffe-project. Since the brushes‘ swing usually is more vivid in the evening, the morning showed a content husband who developed some kind of friendship with the silent lady in the corner with her long eyelashes. After the house is sold now and the rooms are empty, she has to stay. I did not succeed in removing the wallpaper with all the layers that collected over the years…