sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Afrikanisches Grün

Im Rahmen des La Ninja Phänomens, das auch in der Trockenzeit zu sintflutartigen Regenfällen im östlichen Afrika und damit auch zum zunehmenden Überfluten der Seen führt, gibt es viel frisches Grün…


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African Ladies: Janet, Doctor

Here I am, and I am happy to work with German Doctors, Janet says. When she was in form one at school, she already wanted to be a doctor and do something with her hands. And she was lucky to become part of a mentoring program: the girl, that she had been at that time, was empowered, educated and cheered on by a woman, who had become her mentor and friend – and so she became a doctor! And there were others, there was a good dentist, who inspired her: she was someone who did not only care about the teeth, but for the whole person.

I am here because of women and I am proud to be a woman, Janet tells me. When a girl is empowered, it will effect the whole society. No woman will let her children stay hungry or sick. So Janet sees it as something essential to be active, too. Asked about her motto, she says: you have to make things happen. Opportunities are laid, it is you to make it happen. Don‘t lay back for luck to come. And even if opportunities are few, there is lack of money or other problems – there will always be something to start from.

What are her dreams? There are quite a few! Travelling the world would be wonderful! Coming out of her cocoon, the mind will open! Seeing Papua Neuguinea, meeting the aboriginees in Australia, seeing the pyramides in Egypt…But also specializing, maybe becoming a dermatologist, working in public health…And finding a good man, having many, at least seven children, a full house and her team always around her…But at the end coming back and staying in Kenia! ………………….

Hier bin ich, und arbeite mit German Doctors im Baraka Health Center! Und ich bin froh darüber, sagt Janet. Schon in der Grundschule wollte sie Ärztin werden, mit ihren Händen arbeiten. Und sie hatte das Glück, eine gute Mentorin und Freundin zu finden, die ihr half, ihre Gaben zu entwickeln und mutig ihren Weg zu gehen. Und sie ist Ärztin geworden!

Ich bin durch andere Frauen, was ich heute bin, und ich bin stolz, eine Frau zu sein, berichtet sie – wer ein Mädchen fördert, verändert damit auch die Gesellschaft zum besseren. Keine Mutter wird ihr Kind krank oder hungrig lassen wollen. Und so ist es für Janet auch essentiell, aktiv zu sein. Nach ihrem Leitspruch gefragt: bring die Dinge auf den Weg! Es gibt so viele Gelegenheit, ergreife sie, mach etwas daraus! Lehn dich nicht zurück und warte auf das Glück. Selbst wenn die Umstände schwierig sind, es gibt immer einen ersten Schritt, den man gehen kann.

Gibt es einen Traum? Viele! Die Welt zu bereisen, aus dem eigenen Kokon ausbrechen, den Horizont erweitern! Papua Neuguinea sehen, die Aborigines in Australien treffen, die Pyramiden in Ägypten entdecken. Aber auch die fachärztliche Ausbildung, vielleicht in Dermatologie abschließen, im öffentlichen Gesundheitssystem arbeiten…Und einen guten Mann finden, viele Kinder haben, mindestens sieben! Und ein volles Haus haben, und immer inmitten der Familie sein! Und am Ende zuhause sein. Zuhause in Kenia!


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Nairobi ´sches Allerlei

Nairobi kleidet sich bunt, hektisch, laut und abstandsarm wie sonst auch. Nicht alle tragen Maske, obwohl dies gerade überall in der Öffentlichkeit Vorschrift ist, und wer eine trägt, schützt mehrheitlich Bart oder Kinn. In unserer Ambulanz herrscht wie gewohnt reger Zulauf. Das Team zur Umsetzung der Hygienevorschriften hat gute Arbeit geleistet, ist vorbildlich in der Umsetzung, und doch sind die Sprechzimmer sehr eng. ˋWe have crossed so many waters, we will cross these waters, too,´sagt meine Übersetzerin und lächelt mich hinter ihrer Op-Maske an. Die wenigsten können sich eine FFP2-Maske leisten. Ihr Sohn hat sich heute wegen Fieber, Husten und Atembeschwerden krank gemeldet. Er soll in seinem Zimmer bleiben, hat sie ihm gesagt. Eigentlich hatte ich gerade, in einer kleinen Pause zwischen Gipsen und Wundversorgung im frisch gelüfteten Zimmer die Maske abgesetzt, jetzt setze ich sie wieder auf.

Die Patienten tragen ebenfalls Maske, möchten aber gerne wirklich gut verstanden werden und ziehen das Stöffchen daher ab, um sich mundfrei dem Doktorohr zuzuneigen, wenn sie ihre Geschichte zu erzählen beginnen. Wir sind dann streng.

Die Arbeitstage sind lang und ebenfalls bunt in der Vielzahl der Anliegen. Ein 34jähriger mit einem stark geschwollenen Bein stellt sich vor. Der Ultraschall zeigt eine frische Thrombose, die bis in die Beckenvenen reicht. Da wir keine Möglichkeit zur Blutverdünnung haben, wollen wir ihn einweisen, aber bis auf eines der größeren Krankenhäuser sind alle im Streik – das Personal kämpft um bessere Schutzmöglichkeiten vor dem Virus. Bereits mehrere Ärzte auch jüngeren Alters sind verstorben, weil es diese nicht gab. Da ist der Aufruhr nachvollziehbar, aber was geschieht nun mit unseren Patienten? Eine Einweisung mit Krankenwagen ist nicht möglich, man wird sofort wieder abgewiesen. Eine so ausgeprägte Thrombose zu Fuß zu schicken, widerstrebt sehr. Er soll halt langsam zum Taxi laufen, sagt die Headnurse. Pole, pole. Ich hoffe, dass er auf der Fahrt nicht einer Lungenembolie erliegt.

Die Knochenbrüche bei Alt und hauptsächlich Jung stammen aus der Zeit um Weihnachten herum. Da hatte dann auch unser Gesundheitszentrum geschlossen. Stark verschobene Frakturen müssen am besten noch heute reponiert werden, bevor alles fixiert ist. Bei den kindlichen Verletzungen, mit Bruchstücken im Gelenkbereich, muß das eigentlich im Krankenhaus geschehen. Und da wären wir wieder auf der Suche nach Möglichkeiten…

Nicht möglich war es, den Finger einer jungen Frau zu retten, die vor einer Woche von einem verärgerten Freund gebissen worden war. Der Freund einer anderen jungen Frau mußte in die Schranken gewiesen werden, weil er eine Tasse kochendes Wasser über ihrem Arm ausgegossen hatte.

Möglich war es allerdings, einem Mann einen 5cm langen Akaziendorn aus dem Fuß zu ziehen, der bereits seit einem halben Jahr für Schmerzen und Eiter gesorgt hatte, unter Ultraschallkontrolle dank der findigen Kollegin, und zur großen Freude aller beteiligten Mitwirkenden und Zuschauer.

Die Tage gehen zuende mit Schuhen voller Gipsspritzer, Povidonklecksen, mit verschwitzen Masken und zuweilen einer Runde Jerusalema-Dance auf dem Slum-„Parkett“. Alle zusammen, bunt gemischt, mit Maske natürlich und reichlich Hüftschwung. Selten ist man so im Gleichschritt in dieselbe Richtung unterwegs…

Mehr zu unserer Arbeit im Mathare Valley Slum in Nairobi unter http://www.german-doctors.de


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…zur Heilung der Völker

Frohe Weihnachten, Ihr Lieben alle. Wenn ich an Weihnachten arbeite und meine Patienten sehe, denke ich immer, es ist gut, dass Weihnachten ja eigentlich etwas anderes war als Deko (obwohl schön) und kuscheliges Miteinander – Gott kommt auf die Erde als Baby in ärmlichen Umständen. Damit wir glauben können: er ist da und weiß, wie sich Menschsein anfühlt in seinen Höhen und Tiefen. Wenn ich dann demnächst wieder nach Kenia starte (mit German Doctors für die Slumchirurgie), wird dieser Blick auf das Fest ebenso passen: Corona heißt dort vor allem Armut und Hunger. Zudem streiken nun auch die Ärzte vor Ort. Auch wenn es ziemlich aus der Zeit gefallen klingt, in diesen Zeiten nach Kenia zu fliegen, ist es wie immer vermutlich rundum sinnvoll…

In letzter Zeit habe ich eine Reihe von Bäumen gemalt und dachte mir, die Beschreibung aus Offenbarung 22 über das neue Paradies könnte ein wenig passen: ….“An beiden Seiten des Flusses wachsen Bäume: der Baum des Lebens aus dem Paradies. Sie bringen zwölfmal im Jahr Frucht, jeden Monat einmal und ihre Blätter dienen zur Heilung der Völker“… (das wäre doch was: das Heilmittel erhalten zuerst jene, die es am meisten brauchen, for free…)

Weitere Infos über unsere Projekte sind zu finden unter http://www.german-doctors.de


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Große Freude

Dieses Jahr gibt es wieder eine Benefiz-Weihnachtskarte von mir! Das Deutsche Institut für ärztliche Mission, das Entwicklungshilfeprojekte in aller Welt vor allem im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt, hat die tanzenden und sich freuenden Ladies als Motiv gewählt. Der Titel ist „Große Freude“. Nun kann man sich fragen, wo gerade die Freude groß ist, wenn man sich anschaut, was alles nicht so läuft, wie man es erfreulich fände, aber der Titel bezieht sich auf die Worte, die die Weihnachtsengel damals, als alles noch schiefer lief – Besatzungsmacht im Land, Volkszählung und großer Rummel, nur ein Stall zum Entbinden, ein Baby in einer Futterkrippe, weil es kein Bett gab etc. etc. – angesagt haben… Wenn ich mir unsere Projektpartner im Slum in Nairobi anschaue, so würde kaum einer dort auf die Idee kommen, daran zu zweifeln, dass diese Ansage auch noch heute gilt. Arm sein und krank und von Gott erwarten, dass er da ist und hilft auf die eine oder andere Weise und es immer auch was zum Freuen gibt, sind unverbrüchliche Werte dort.

Wer also mit seinem Weihnachtskartenkauf gleichzeitig Entwicklungshilfeprojekte unterstützen möchte, kann auf der homepage vom Difaem eine Portion der Karten bestellen: http://www.difaem.de (und sich über die vielen sinnvollen Projekte informieren, die er oder sie damit unterstützt).


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Mädelsabend, afrikanisch – African Ladies‘ night

(zum Weltfrauentag! – World Women’s day)