sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Große Freude

Dieses Jahr gibt es wieder eine Benefiz-Weihnachtskarte von mir! Das Deutsche Institut für ärztliche Mission, das Entwicklungshilfeprojekte in aller Welt vor allem im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt, hat die tanzenden und sich freuenden Ladies als Motiv gewählt. Der Titel ist „Große Freude“. Nun kann man sich fragen, wo gerade die Freude groß ist, wenn man sich anschaut, was alles nicht so läuft, wie man es erfreulich fände, aber der Titel bezieht sich auf die Worte, die die Weihnachtsengel damals, als alles noch schiefer lief – Besatzungsmacht im Land, Volkszählung und großer Rummel, nur ein Stall zum Entbinden, ein Baby in einer Futterkrippe, weil es kein Bett gab etc. etc. – angesagt haben… Wenn ich mir unsere Projektpartner im Slum in Nairobi anschaue, so würde kaum einer dort auf die Idee kommen, daran zu zweifeln, dass diese Ansage auch noch heute gilt. Arm sein und krank und von Gott erwarten, dass er da ist und hilft auf die eine oder andere Weise und es immer auch was zum Freuen gibt, sind unverbrüchliche Werte dort.

Wer also mit seinem Weihnachtskartenkauf gleichzeitig Entwicklungshilfeprojekte unterstützen möchte, kann auf der homepage vom Difaem eine Portion der Karten bestellen: http://www.difaem.de (und sich über die vielen sinnvollen Projekte informieren, die er oder sie damit unterstützt).


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Allgäu-Erinnerungen

Wenn es in den Ferien fast die ganze Zeit regnet, heißt das nicht, dass man nichts Buntes dagegen setzen könnte. Modelle waren genügend unterwegs. Allerdings wurde das Fellgrau ein wenig variiert…


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Ohne Handy in der U-Bahn?

Seit 30 Jahren fahre ich mit derselben Stadtbahn zur Arbeit. Da gibt es viel zu sehen.

Ich sehe Menschen. Ein- und Aussteigen, Sitzen und Stehen, Zuwendung und Abwendung, Tun und Lassen. Ja, auch das Lassen kann man sehen.

Ich sehe Koffer wegrollen, Betrunkene schwanken, üppig beladene Kinderwagen kippen. Ich sehe das Äquivalent zu einer Jungbullenherde, der die Weide zu eng ist, sehe das bunte Gezwitscher von Kindergartengruppen, sehe Hunde, die Bahnfahren nicht mögen. Sehe Hunde, die gerade beim Frisör waren, Hunde, die noch nie dort waren und Ähnlichkeiten zu ihren Menschen. Ich sehe, wie Familienverhältnisse sich über die Jahrzehnte ändern, sehe eine Familie sich teilen (nach 10 Jahren Dreiersitzen immer im selben Eck, so dieses frei war, sind nur noch Mutter und Sohn beieinander. Auch der Vater steigt ein, jedoch am anderen Ende des Wagens. Der Abgrund zwischen den geteilten Welten gähnt unübersehbar, nicht ein Blick wird auch nur in die Richtung der anderen geschickt). Ich sehe höflich plaudernde Senioren, grimmige Augenbrauen und Zornfalten in Aktion. Ich sehe zwei ganze Sitzreihen aufblühen, weil jemand einen prächtigen Blütenstrauss trägt, und fünf ganze Sitzreihen lächeln, weil ein Baby gluckst und lacht. Ich sehe Blicke, die aus der Welt gefallen sind, sehe Marotten und Ticks, sehe Arbeitsmonturen und Ensembles, die zur Audienz bei der Queen taugen würden. Ich sehe Müdigkeit und Blässe, Erwartung und Freude. Ich sehe Jogginghosen und zuweilen auch, ob derjenige sein Leben noch im Griff hat oder nicht. Ich sehe Menschen aus anderen Ländern und ihre Angst, nur ja alles richtig zu machen. Ich sehe ein Kind, das wartet, Jahre lang, immer am selben Platz, und manchmal sehe ich die Mutter kommen und grüßen und höre den Namen des Kindes und sehe die Einsamkeit und die Last, die beide drückt. Ich sehe das Kind über die Jahre zur jungen Frau werden und warten, und denke, irgendetwas stimmt nicht, und irgendwann ist sie nicht mehr da, und eines Tages werde ich auch für die Mutter sichtbar, sie fragt mich, die halt zufällig in ihrem Weg steht, etwas, was die Fahrzeiten der Bahn bei der Streckensperrung betrifft und wir reden im Warten ein wenig und ich frage, wie geht es Lena, und die Mutter erzählt mir, mit der sie noch nie gesprochen hat, was ich befürchtet habe und ich höre zum ersten Mal von der Last, die ich die ganzen Jahre geahnt habe. – Ich sehe Menschen, denen der Nebensitzer zu nah ist, solche, denen er nicht nah genug ist, ich sehe Mütter, die sich im Display verlieren und Kinder, die um Aufmerksamkeit betteln, ich sehe, wer sich ansieht und wie und wer nicht. Wer wegsieht, wer sich abwendet und wer sich zuwendet. Ich sehe Menschen, die helfen, wenn etwas zu schwer ist, halten, wenn es einen Ruck gibt, auch, wenn sie nicht zueinander gehören. Ich sehe wenige mit Büchern und viele andere, die bunte Kugeln sortieren und zahlreiche, die Aliens abschießen und mails und whatsapps und tweets sortieren. Sehe Katzen in Boxen, Schirme, die liegen geblieben sind ( manchmal nehme ich einen mit, der offensichtlich niemand gehört) und geheime Zeichen an den Fensterscheiben, die jemand da hingeschrieben hat.

Es gibt eine Menge zu sehen. Und das Wesentliche ist auch in Zeiten des Maskentragens sichtbar. Klar habe ich auch ein Handy im Rucksack. Und hin und wieder tauche ich in einem Buch ab. Aber es ist spannend, was sich in diesem abgesteckten Kosmos entfaltet: ein vielfältig buntes Welttheater…


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Klappbüchlein Neuauflage

Eigentlich nur Papier-Resteverwertung und ein bisschen Zeichnen am Rande….😊

In fact: this is just using paper-leftovers und doodle-ing a bit…


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Ganz neu! Acht Achtsamkeiten…

Frisch aus der Paketpost: das neue Leporello. Mit Worten von Hugo Ganslmayer und meinen Bildern.

Vom Präsenzverlag, ISBN 9783945879221, 4,95 €

Und: es geht um Tugenden. Was war das doch gleich? Kein Soll oder Muss, kein erhobener Zeigefinger, eher ein geöffnetes Fenster mit Frischluft, die Einladung zum Gelingen…


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Besuch! – A Visit!

Seit langem wagt sich wieder ein Gast für vier Tage in unser Gästezimmer – Ruth aus der Schweiz reist (nicht nur) für eine bunte Malzeit an! Menschen malen steht auf dem Programm, passend zu ihrer Arbeit, in der Interaktionen, Miteinander und Kommunikation eine wichtige Rolle einnehmen. Lange Streifen entstehen, und schließlich farblich verbundene Gruppen. Ich lasse mich inspirieren…

Finally a guest is courageous again to come for a visit: four colorful days of painting together inside and plainair. Her work at home includes mainly interaction and communication. I am inspired, too…


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Noch ein frisches Buch…

Ein schwitzender Paketbote brachte heute ein Päckchen mit 20 Belegen dieses Gemeinschaftswerks: Christa Spilling-Nökers (Pfarrerin mit tiefenpsychologischer Ausbildung und Schriftstellerin ) Engellyrik und die Farbflächen von Kit Kittikorn (ein thailändischer Künstler) schienen dem Verlag amEschbach noch ergänzungsbedürftig – so erhielt ich die Anfrage, ob ich 6 Engelzeichnungen beisteuern könnte. Damit ein bisschen Auswahl möglich ist, habe ich 12 gezeichnet, wenn man ja mal anfängt mit einem Thema, entfalten sich die Variationen gern und vielfältig…..All diese sind jetzt im Buch zu finden. Die feine Kombination all dieser Einzelwerke zu einem runden, feinen Ganzen hat Angelika Kraut geschaffen.

Komm, mein Engel, bleib bei mir, Verlag am Eschbach 2020, gebunden mit Bändchen, ISBN978-3-86917-809-7, 105 Seiten, 12 Euro (klimaneutrale Herstellung und Druck in Deutschland)


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Neu erschienen – Jojo Rosenblüt 2.0

Frisch illustriert und bearbeitet: ein nächtliches Abenteuer mit einer Reise im Ballon, vielen Farben, ein paar Tränen und einer Versöhnung – und Sternenstaub….für Kinder ab ca. 5 Jahren.

Text und Illustration: Sabine Waldmann-Brun, ISBN 978-3-8436-1138-1, Patmos-Verlag 2020, 15 Euro


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Mädelsabend, afrikanisch – African Ladies‘ night

(zum Weltfrauentag! – World Women’s day)