sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Die Rosen in Annas Garten

 

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…frisch gedruckt:

Die Rosen in Annas Garten

Kurze Geschichten über eine ungewöhnliche, nicht angepasste Frau – von Rainer Haak, allerlei bunte Illustrationen dazu von mir.

ADEO Verlag, ISBN 978-3-86334-134-3, 128 Seiten, gebunden, mit Schmuckbändchen, 14 Euro

(übrigens ein Buch für Erwachsene!:) Der Autor musste, so wurde mir mitgeteilt, erstmal schlucken, als er meine bunt angezogene Lady (der „Prototyp“ als Probeillustration) zum ersten Mal sah, soll dann aber gesagt haben, dies sei noch „eine Frau, die Träume hat“. Ob er eine Dame in Kittelschürze im Sinn hatte?)


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Einmal rund um die Welt

Neuerscheinung im August 2016! Immerhin, in 4 Monaten ist ja schon wieder Weihnachten und in 3 Monaten der erste Advent, also nicht über die Augusthitze klagen, sondern daran denken: bald ist es wieder kalt und dunkel in Deutschland, aber auch dann gibt es wieder Buntes zu entdecken, nämlich:

Weihnachten in aller Welt – Ein Poster-Adventskalender zum Ausschneiden

von Rena Sack (Text) und Sabine Waldmann-Brun (Illustrationen).

-für jeden Tag im Advent gibt es eine Geschichte, wie Kinder in ihrem Land Weihnachten feiern (Österreich, Norwegen, Slowakei, Tschechien, Ecuador, Benin, Niederlande, USA, Island, Sri Lanka, Griechenland, Seychellen, Russland, Schweden, Bolivien, Australien, Mexiko, Schottland, Spanien, Philippinen, Finnland, Brasilien, Polen, Israel, Frankreich) mit farbiger Vignette und einem Bild zum Ausschneiden, das in ein Poster eingeklebt wird – zum Schluss hat man eine vollständige Weltkarte als grosses Bild zum Aufhängen.

Verlag Ernst Kaufmann, Lahr, ISBN 978-3-7806-0891-8, 12 Euro, ab 6 Jahren

 

 


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Klappbüchlein IV – the last page

…hin und wieder muss ein ‚happy end‘ möglich sein, zumindest auf dem Papier.

…every now and then a happy end should be allowed. At least on the paper. 


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„Ich sehe was, was du nicht siehst“ – Verschlungene Wege zu einem Buch

Vor 16 Jahren hatte ich die Idee zu einem Bilderbuch, in dem es um die Farben Gottes geht. Die bekannte Geschichte, dass verschiedene Menschen, gefragt, wie ein Elefant aussehe, entweder den Rüssel, die Ohren oder die kräftigen Beine beschreiben – dass also unterschiedliche Farben ein ganzes Bild ergeben können, war die Richtung, die die Geschichte nehmen sollte. Ich schrieb und malte Text und Bilder und schickte das Bilderbuchkonzept unter dem Titel „Sonnengold und Abendblau“ in die Verlagswelt. Pattloch zeigte sich interessiert, wollte aber den vermeintlich zu langen, zu direkten Text neu formuliert haben, am besten von einem anderen Autor, und den Titel ändern. Ich schlug Tanja Jeschke vor, da ich ihre Schreibe schätze und sicher sein wollte, dass etwas Konzentriertes mit eigener Farbnote dabei heraus kommt. Das Ergebnis gefiel mir sehr gut, wenn auch mit einer Abschiedsträne bezüglich meines eigenen Textes im Herzen, und auch Pattloch war zufrieden.  So weit voneinander entfernt waren unsere Texte auch garnicht, fand ich.

So klang das auf Seite 3 in meinem Text:

„Welche Farbe hat Gott?“ fragt Mario, “ ist er weiss oder schwarz oder grün oder blau oder alles miteinander?“

„Das ist ein Geheimnis,“ sagt die Malerin. „Aber ich weiss, dass er die Farben liebt und der grösste aller Künstler ist. Auf seiner Palette gibt es ein sonniges Gelb, ein ritzerotes Tomatenrot, ein himmlisches Blau, ein Grasgrün und noch viel mehr! Ein Rosa, sanft wie ein Rosenblatt, ein dunkles Waldgrün, tief wie ein Bergsee, ein Lila wie Flieder, ein Lila wie Auberginen, ein Lila wie meine neuen lila Socken und noch viel, viel mehr!“ freut sich die Malerin.

Und so klingt das bei Tanja:

„Heute mal ich dich,“ sagt Mario zum Vogel. Der ist ganz einverstanden. Und die Malerin leiht ihm ihr Bild mit den vielen bunten Farben. Mario malt ihn weiss und gün und mitten ins Bild. „Ich bin aber blau!“, ruft da der Vogel. „Ja, aber ich mal dich so, wie Gott dich ansieht“, sagt Mario. „Wenn Gott dich ansieht, dann wirst du verwandelt.“ „Wenn man Gelb und Blau mischt, dann bekommt man Grün“, sagt die Malerin. „Ach, so ist das“, flötet der Vogel.

Unser Buch wurde gedruckt, verkauft und gelesen, verlor sich aber mit den Jahren in den schnellen Strudeln des Verlagsbetriebs und wurde schliesslich verramscht. Jetzt hat sich der Fontis- (Brunnen-)Verlag in Basel dafür interessiert und das Buch neu aufgelegt, mit neuem Titelbild (ich hatte damals verschiedene entworfen) und mit anderer Typographie (leider auch innen, womit auch die selbst gemalten grossen Titelanfangsbuchstaben herausgeworfen wurden).  Meine Frage, ob denn diesmal mein eigener Text zum Zug kommen dürfte, wurde abschlägig  beschieden, fontis hatte vor allem Tanja als Autorin im Blick, da von ihr dort bereits mehrere Titel vorliegen. Jetzt darf unser Werk wieder ein wenig auf dem Bilderbuchmarkt präsent sein…

(links: die alte Ausgabe, rechts: die neue!)