sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Benefizaktion Kunstschiff

Gestern Abend sind nun unsere gesammelten 360 Kunstschiffe von vielen Künstlern aus ganz Deutschland im Bischof Moser Haus „in See“ gestochen (im Bild: kurz vor Start). Die Ladies vom „Benefiz und Kunst“- Kreis hatten ein sehr köstliches kaltes Buffet gerichtet, das Duo Straub/Ege (Gesang und Akkordeon) hat mit jiddischen, sephardischen und arabischen Lieder den rechten Klang zum Ereignis gesetzt. Viele sind gekommen, wir haben 82 Schiffe verkauft und werden 1752.- Euro an Sea-Watch überweisen können. Unter den Gästen waren zudem zwei, die die Idee gern an ihrem Arbeitsplatz im Pädagogisch Theologischen Zentrum aufleben lassen würden, wir sind gespannt, ob die Fahrt dorthin weiter geht.

Ich freue mich sehr, dass aus der Idee eine runde, bunte Sache hat werden dürfen. Trotzdem – es wäre schön, wir bräuchten keine Schiffe mehr, um Menschen auf gefährlichen Routen zu retten, weil es andere, sicherere Wege gibt, die jeder ungefährdet begehen kann…

(siehe auch der Bericht in der Stuttgarter Zeitung vom 16.6.16, S.18, oder in der online-Ausgabe unter dem Titel „Papierboote gegen die Not der Flüchtlinge“ mit allerdings etwas drögem Foto)

Yesterday night our big parade of 360 Art-Ships, made by various artists from all over Germany, took place in Stuttgart. The ladies of the beneficiary art project group had prepared a wonderful potluck, the musicians performed jewish, arabic and sephardic songs, accompanied by accordion. Many came and we sold 82 ships, so we will be able to send 1752.- Euros to Sea-Watch. Two of the guests even had the idea to start a parade at their working place – we are curious, if these works of art will sail on to that place.

I am happy and thankful, that this project  became a really color- and joyful event and that we could raise a large-scale amount like this. Though – it would be even better not to be in need any more to safe people on dangerous traveling routes, because there were possibilities to go safely and in a legal and just way…

 

 

 

 


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Schiffe, die nicht sinken – Vorbereitungen

Anfangs stand die Idee, die Benefiz-Aktion auch in Stuttgart Gestalt werden zu lassen, noch wie ein kleiner bunter Tupfen allein auf einer grossen, weissen Fläche. Aber aus dem Ja, sich auf diese Planung einzulassen, entwickelt sich schon merkbar ein vielgestaltiges Bild – der Arbeitskreis Asyl Stuttgart hat sich eingeklinkt, dazu die Gruppe „Benefiz und Kunst“, die bei einem feinen Frühstück, zu dem auch ich kommen durfte, um die Idee vorzustellen, die Gestaltung des Abends mit bedacht hat. „Frag doch mal….“  hiess es bezüglich der Überlegung, ob wir vielleicht auch ein wenig Musik mit in die Veranstaltung hinein nehmen könnten. Und siehe da: die beiden Musiker schreiben mir auf Anfrage hin zurück: „…einige Tage vorher haben wir schon ein Konzert, da sind wir gut eingestimmt, ja, wir machen das!“  Was für eine beglückende Erfahrung, dass mehrere am gleichen Strang ziehen. Auch tauchen immer wieder hier und da und dort frisch gefaltete Schiffe von Künstlerkollegen auf, die sich einreihen wollen…

Hier nochmal, zum Vormerken, die Eckdaten:

Wo: Bischof Moser Haus, Wagnerstrasse 45, im Stuttgarter Bohnenviertel (Innenstadt)

Wann: 13.6.16, 18-21 Uhr

Was: eines (oder mehrere) der von Künstlern aus ganz Deutschland  aus ihren Papierarbeiten gefalteten Schiffe, die in einer grossen Armada durch den Saal ziehen, kann für 15 Euro pro Stück erworben werden – der Gesamterlös kommt der Initiative SEAWATCH (www.sea-watch.org) Seenotrettung im Mittelmeer zugute.

Eine Aktion mit vielerlei Entfaltungspotential…


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Schiffe, die nicht sinken – „Aktion Kunstschiff“ kommt nach Stuttgart

Nachdem nach wie vor viel zu viele Menschen unnötigerweise auf der Flucht über das Mittelmeer ertrinken, wollen wir ein winziges, aber deutliches Zeichen setzen.

Wie schon von Jörg Möller und Nanni Wagner Ende letzten Jahres in Geldern initiiert, waren und sind Künstlerinnen und Künstler aller Orten eingeladen, ihre Werke (Zeichnungen, Druckgrafik, Gemaltes auf Papier) zum Boot zu falten und zu der grossen Fregatte beizusteuern, die

am 13.Juni 2016 von 18 bis 21 Uhr durch das Bischof-Moser-Haus in der Innenstadt Stuttgarts (Wagnerstrasse 45 im Bohnenviertel) ziehen wird: jedes Schiff wird für 15 Euro zugunsten von Aktion Sea-Watch, Seenotrettung im Mittelmeer (dahin geht der Gesamterlös ohne Abzüge) zu haben sein.  Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl Stuttgart statt, das Rahmenprogramm ist in Planung.

Wer sich belesen möchte: Auf der Seite http://www.sea-watch.org finden sich nähere Informationen über die private Initiative, die nicht wie Triton unter dem Regiment von Frontex  nur in unmittelbarer Küstennähe Europas kreuzt, sondern zwischen Lampedusa und der libyschen Küste. Ziele sind Rettung, Erstversorgung und Bericht.

Auch auf der Seite von Jörg Möller finden sich die Berichte über die vorherige Aktion in Geldern im November 2015 unter den Einträgen zu diesem Datum: http://www.joergmoeller.wordpress.com

Wer noch Gefaltetes beitragen möchte, sollte die Boote bis zum 6. Juni per Post an mich schicken.

 

 


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Zum Geburtstag…Birthdaypoetry

(an das berühmteste Flüchtlingskind der Zeitgeschichte: Jesus Christus)

Du

König ohne Krone

brüchig Dein Haus

Du selbst

schutzlos und klein

Ich

Hirte im dunklen Gewand

die Haut meines Alltags zerschlissen von Sorgen

nur hastig geflickt

Zwischen uns

keine Mauern

kein Palast

aus Vorschriften

nur die Einladung

Deines Lichts

Komm!

Autorin: Cornelia Grzywa (mehr unter http://www.grzywa.de, wo auch ihre eindrucksvollen Skulpturen zu finden sind)

 

(…to the most famous refugee-child of times and ages: Jesus Christ)

You are a king without a crown

fragile your house

you are defenseless and small

Myself – a shepherd in a dark gown

the skin of my days worn out by sorrow

only hastily repaired

Between uns no wall

no palace of regulations

only the invitation of your light:

Come!

(written by Cornelia Grzywa – http://www.grzywa.de, where you can also see her beautiful sculptures)


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Schiffe, die nicht sinken…

Diese vier aus meinen Zeichnungen gefalteten „Bötchen“ machen sich auf die Reise zum Kunstprojekt von Jörg Möller und Nanni Wagner, wo sie, mit anderen Booten zusammen wie ein Strom durch’s Atelier ziehend, für die Aktion „Seawatch“ i.R. von „Deutschland hilft“ für einheitlich 15 Euro verkauft werden. Wer mitmachen möchte, sollte bis zum 1.11.15 seine Boote auf die Reise schicken. Näheres siehe im vorherigen Post, dem Reblog von Jörg Möller’s Projektausschreibung, oder direkt auf http://www.joergmoeller.wordpress.com


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Kunstschiffe – eine Kunstaktion für Flüchtlinge von Künstlern aus ganz Deutschland

Ateliernews Jörg Möller

Das Plakat zur Kunstaktion – jeder Kunstschaffende ist eingeladen mit zumachen. Genaueres findet man im Brief zur Aktion. dieser kann und sollte gerne weitergereicht werden.

Zur Spendenaktion (= Verkauf der Kunstschiffe) sind alle herzlich eingeladen.

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Geburt unter Armutsbedingungen

Die Geburt – Hochrisiko (den hygienischen Bedingungen in einem Kuhstall geschuldet). Kein Gynäkologe weit und breit, der den Impfstatus oder die aktuellen Ultraschallergebnisse abfragen könnte. Eine Hebamme? Pustekuchen. Heisses Wasser und saubere Tücher? Wohl eher nur letzteres. Immerhin. Die Mutter: auf der Flucht. Der Vater ebenfalls. Und Schreiner von Beruf. Wusste der wohl, wie man eine Nabelschnur abbindet? Kein Bettchen von babylove oder yakoo. Lediglich ein Futtertrog für das Vieh. Und dann die ersten Besucher: wilde Kerle, vermutlich unrasiert, mit Schafaroma. Und dann die drei wohlhabenden Ausländer, einer schwarz, alle von sehr weit her. Sprachbarrieren: garantiert vorhanden. Das erste Weihnachten. Gott kommt als Kind auf die Erde. Die Umstände überzeugen mich. Er weiss, wie sich Armut und Flucht anfühlen.                                                     Ihr Lieben alle, ich wünsche Euch von Herzen Weihnachten

Giving birth under high risk circumstances – thinking about hygiene conditions in a stable. No gynecologist present to check the vaccination status or the last ultrasound results. A midwife? Nowhere. Hot water and clean sheets? Probably only the last. At least. Mother is a fugitive. Father also. And he is a carpenter. Would he have known how to cut the umbilical chord? No cradle. Just a feed box for cows. And then, the first visitors: wild guys, not shaved, with the odor of their sheep. And then those three guys from far away, rich, one of them black. Understanding of the spoken word not guaranteed. The first christmas. God comes to his world as a child. These circumstances have my high respect. God knows what poverty and insecurity feel like.                   Dear friends around the world, I wish you christmas in your heart!