sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Afrika ist bunt – Benefizausstellung zugunsten der Welthungerhilfe

Ausstellung von Malerei (ein Teil meiner vielen Afrikabilder) im

Marienhospital Stuttgart, Böheimstrasse 37

3.5. bis 10.6.2017, täglich geöffnet (im öffentlichen Eingangsbereich nahe dem Empfang, Hauptgebäude, Ebene M0)

Es gibt viele schlechte Nachrichten aus Afrika, unter anderem,  dass es in vielen Ländern südlich der Sahara schon lange nicht mehr ausreichend geregnet hat, um auch nur den Grundbedarf von Menschen, Tieren und Pflanzen zu decken. Selbst die Welthungerhilfe verfügt nicht mehr über nicht genügend Mittel, auch nur für eine Basisversorgung all der Hungernden aufzukommen. Deshalb die Widmung dieser Ausstellung an diesen Zweck. Als ich 2010 für ein halbes Jahr in einem auch damals schon von der Dürre betroffenen Gebiet in Ostafrika gearbeitet habe, war die Verteilung von Sorghumhirse durch die Welthungerhilfe eine grosse Hilfe. Wir hätten es nicht geschafft, all unsere extrem mageren Patienten von uns aus zu versorgen (für eine Chirurgin aus Deutschland hat es einen gewissen Grad an Grauen, Menschen zu operieren, die über kein Fettgewebe mehr verfügen).

Die Wärme, Freude, Lebenslust und Buntheit dieses grossen, zum Glück nicht nur gequälten, sondern auch wunderbaren Kontinents gibt es trotz allem und sie findet sich (nicht nur) in den Bildern wieder.

(Da das Krankenhaus keine Möglichkeit sah, eine Vernissage zu ermöglichen, gibt es diesmal keine).

Infos über die Arbeit der Welthungerhilfe unter http://www.welthungerhilfe.de

 


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Sanaa na upendo – Kunst und Liebe II

…und Konzentration!:)

 

Infos über unsere Arbeit im Baraka Health Center in Nairobi:

https://www.german-doctors.de/de/projekte-entdecken/nairobi


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Ijumaa – Freitag

Die 8-jaehrige Esther ist gestuerzt – der Arm schmerzt. Ihre Mama geht mit ihr in die naechste Klinik zum Roentgen: der Arm ist gebrochen. Nun ist ihr aber in dieser Klinik der Gips zu teuer (umgerechnet 15 Euro), deshalb fahren Esther und Mama im vollgestopften Matatu in die naechste Klinik. Dort ist der Gips billiger (umgerechnet 10 Euro), also wird er (ohne neues Roentgenbild, da zu teuer und ausserdem ungesund) dort angelegt. 4 Wochen spaeter stellt die Mama Esther bei uns vor, weil der Arm, nachdem der Gips im Health Center durch Einweichen in Wasser abgenommen wurde, schief aussieht. Da erst zeigt sich im Kontrollroentgen, dass der Bruch, der auf dem ersten Roentgenbild gut stand, sich auf dem Weg zum billigeren Gips mehr als eine Knochenbreite verschoben hat. Zwar hat sich Callus gebildet und der Bruchbereich schmerzt nicht mehr, aber ob es halten wird, wenn der naechste Sturz ansteht?

Der Aerztestreik geht in die 7. Woche. Inzwischen ist die Rede von einem geplanten halben Jahr, falls sich nichts tut. Ich treffe eine der streikenden Kenianischen Kolleginnen. Sie erklaert mir, dass die Zustaende in den Staatlichen Krankenhaeusern so schlecht seien,  dass man es so nicht weiter hinnehmen koenne. Die Menschen wuerden sich denken, dass Aerzte Leben retteten, aber das sei zum Teil garnicht moeglich, weil weder Material noch genuegend Personal zur Verfuegung steht. Lieber ginge sie ins Gefaengnis, als diese Zustaende weiter zu ertragen. Die Zeitung vertrete doch nur die Position der Regierung. Ein aerztlicher Kollege fragt, warum es denn nicht moeglich sei, in Kenia die eigenen Aerzte angemessen auszubilden, auszuruesten, anzustellen und auch zu halten? Eine gute Frage – eigentlich moechten auch wir ja ueberfluessig werden! Das taegliche Geschaeft allerdings zeigt, dass vor allem die Patienten unter dem Streik leiden…

Und: das Wasser geht aus. Da es in der letzten Regenzeit nicht so viel wie sonst geregnet hat, ist der wichtigste Staudamm, das Hauptwasserreservoir im Land, schon ueber die Haelfte geleert. Seit Anfang des Jahres wird deshalb das Wasser rationiert. Mal gibt es welches, mal nicht, daher haben wir alle mit Wasser gefuellte Buetten in Bad und Toilette stehen, im Wohnzimmer stapelt sich eine Batterie Flaschen mit Trinkwasser und auch in Baraka kommt oefters mal nichts mehr aus dem Wasserhahn, wenn man sich gerade die Haende waschen will, Gipse machen moechte oder den Schmuddel von vielerlei Wunden wegwischen sollte. Gut, dass es genuegend Desinfektionsmittel gibt, hin und wieder kommt Wassernachschub im Tankwagen (das dann ein wenig braun aussieht). Was die Nachbarn unserer Doktors-WG allerdings nicht daran hindert, die Steine vor dem Haus sowohl mit Seifenwasser zu schrubben als auch mit klarem Wasser nach zu spuelen.

Die Daily Nation publiziert in diesen Tagen ausfuehrlich zur Inthronisation des neuen amerikanischen Praesidenten. Zum Abschied von Obama, dem „Son of a Kenian“ (auf den man nach wie vor stolz ist – erst letzte Woche hatte ich wieder einen kleinen Patienten namens Barak und auch ein 6-jaehriger Obama war schon da),  wird die Hoffnung geaussert, er habe nun vielleicht ein wenig mehr Zeit,  sich um die Anliegen seiner Heimat zu kuemmern – nachdem die Regierungsgeschaefte nicht mehr draengen, koenne er ja das eine oder andere Projekt initiieren? Den „Neuen“ im Amt sieht man durchweg kritisch wenn nicht sogar mit grosser Sorge. „Uneasy times ahead as Trump takes over“ wird getitelt und Charles Dickens zitiert: „…it could be the best of times, but it could as well be the worst of times“, nicht nur fuer die USA, sondern auch fuer Afrika. Ein Kommentator spricht von der Amtseinfuehrung als von dem soeben vollzogenen, offiziellen Begraebnis der „political correctness“. Einzig Njoki Chege, die fuer ihre bissige Kolumnen bekannt ist, findet eine durchaus freundliche Farbe im sonst eher zwiespaeltigen Bild: „Trump has taught fathers one important lesson: believe in your daughters!“ (…doch auch das hatte Obama bereits persoenlich bei einem offiziellen Besuch den Herren des Landes nahegelegt).

(Danke an die Kollegin Claudia fuer das Foto!)

 

…mehr über das Projekt unter:

https://www.german-doctors.de/de/projekte-entdecken/nairobi

 

 

 

 

 

 


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Streik

Die Feiertage der letzten Zeit sind eine gute Gelegenheit, Verwandte zu besuchen, durch die vielen  geschlossenen Health Care Facilities und jene mit eingeschraenktem Betrieb werden jedoch auch unzaehlige Erkrankungen verschleppt, die man eigentlich sofort haette therapieren muessen. Die Arbeitstage zwischen Weihnachten und Neujahr  wurden zusaetzlich verkuerzt, da die Regierung an Heiligabend ueber die Medien ankuendigte, auch der erste Werktag nach Weihnachten sei nun auch ein Feiertag (der aufmerksame Beobachter fragt sich, ob dies mit den im neuen Jahr anstehenden Praesidentschaftswahlen zu tun haben koennte?). Dieses elastische Zeitmanagement fuehrte zu allerlei Konfusion, da so kurzfristig nicht alle informiert waren. Insbesondere die gynaekologische Kollegin ist aergerlich, da sie bereits zahlreiche Patientinnen fuer den nun freien Tag einbestellt hat. Am liebsten haetten wir die Aermel hochgekrempelt und trotzdem gearbeitet, aber auch das einheimische Personal, das die Infrastruktur und somit den Gesamtbetrieb der Ambulanz gewaehrleistet, ist ja nicht da.

Als waere dies nicht genug, ist seit Anfang Dezember das kenianische Gesundheitspersonal am Streiken, da die Regierung mit den Lohnzahlungen im Verzug ist. Nachdem zunaechst nur die Aerzte in den staatlichen Krankenhaeusern streikten (darunter auch unsere Hauptueberweisungsadresse, das Kenyatta Hospital), sind es inzwischen solidarisch auch Healthworker und Pflegepersonal in anderen Kliniken. Patienten fahren, schwer krank, teilweise von Klinik zu Klinik, bis sie jemanden finden, der sie behandeln will oder kann. Wer nicht auf dem Weg gestorben ist, nimmt Schaden an der Zeitverzoegerung, denn es ist nicht ueblich, ein Notfallteam parat zu halten.

Die Daily Nation ist voller anklagender Berichte ueber werdende Muetter mit Risikoschwangerschaften, die ihre Kinder verloren haben, verwaiste Ehemaenner, akute unfallchirurgische Faelle, die nicht versorgt wurden, und dergleichen mehr. Die Gesundheitsversorgung im ganzen Land ist nachhaltig lahmgelegt.

Auch  viele Patienten, die sich an diesen Arbeitstagen in unserer Ambulanz draengen, haben ihre Leiden viel zu lange verschleppt. Seit drei Tagen luxierte Gelenke sind wesentlich schwerer wieder in die richtige Position zu bringen, Kinder mit Sichelzellkrise und einem Haemoglobinwert von 1  (normal waere ueber 10) hoffen wir gerade noch lebend als akuten Notfall einweisen zu koennen und dass sie auch aufgenommen und  behandelt werden – auf Frakturen wird tagelang herumgelaufen. Wir sind als Aerzte nun auch nicht mehr, wie in den letzten Jahren, zu sechst, sondern nur noch zu fuenft, was die Patientenzahlen pro Arzt erhoeht und die Arbeitszeit dehnt. Nachdem ich in den letzten Jahren neben meinen chirurgischen auch allgemeinmedizinische Patienten behandelt habe, bin ich in den letzten Tagen nur mit den chirurgischen gerade so fertig geworden. Und trotz allem: wie eh und je sind die Patienten geduldig und freundlich, keiner schimpft oder beschwert sich. Nach Ende der Feiertage wird nun, am ersten Arbeitstag nach Neujahr, der Hauptansturm erwartet: alle Reisenden kommen wieder nachhause und bringen Malaria und vielerlei anderes von „up country“ mit zurueck. Es wird nicht langweilig. Und die Ambulanzarbeit fuehlt sich so an, als waere man garnicht weg gewesen.

(Danke an Claudia fuer das tolle Foto!)

…mehr über das Projekt unter

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Einmal rund um die Welt

Neuerscheinung im August 2016! Immerhin, in 4 Monaten ist ja schon wieder Weihnachten und in 3 Monaten der erste Advent, also nicht über die Augusthitze klagen, sondern daran denken: bald ist es wieder kalt und dunkel in Deutschland, aber auch dann gibt es wieder Buntes zu entdecken, nämlich:

Weihnachten in aller Welt – Ein Poster-Adventskalender zum Ausschneiden

von Rena Sack (Text) und Sabine Waldmann-Brun (Illustrationen).

-für jeden Tag im Advent gibt es eine Geschichte, wie Kinder in ihrem Land Weihnachten feiern (Österreich, Norwegen, Slowakei, Tschechien, Ecuador, Benin, Niederlande, USA, Island, Sri Lanka, Griechenland, Seychellen, Russland, Schweden, Bolivien, Australien, Mexiko, Schottland, Spanien, Philippinen, Finnland, Brasilien, Polen, Israel, Frankreich) mit farbiger Vignette und einem Bild zum Ausschneiden, das in ein Poster eingeklebt wird – zum Schluss hat man eine vollständige Weltkarte als grosses Bild zum Aufhängen.

Verlag Ernst Kaufmann, Lahr, ISBN 978-3-7806-0891-8, 12 Euro, ab 6 Jahren

 

 


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African Ladies – Judith, Guard

When Judith was 15 years old, she had to quit school, because one of her parents died. She married early and had twins as her firstborns and a boy next.  Though her husband is working in house construction, her contribution was also needed for the little family of five, and Judith started as a guard for a security service.

At 4.30 a.m. she leaves the house to walk the 90 minutes to reach her job, in the evening she comes home at 7.30 p.m. and she does this 7 days per week. She doesn’t see it as possible to take a single day off. Vacation? No chance. Her monthly payment: 90 Euros. Private dayschool for the twins is 120 Euros per month. When the children were little, Judith says, they called her „Auntie“, because she was home so seldom. By now, the twins are 8 years old and when Mom is not around they have to care for the little one, who just turned 3. 

„My family is my gift from god“, Judith says. In ten years, she hopes, there will be a better job for her, though she likes this kind of work quite much. From one of her colleagues she even could learn to make earrings and bracelets out of beads, that she can sell now. „I would like to be rich for the children.“  Yes, family is the most important thing in her life. 

(From all the pictures that we took inside and outside Judith chose this one: sitting in the little house at the entrance of her working area).

 

Als Judith 15 Jahre alt war, musste sie die Schule verlassen, weil ihre verwitwete Mutter  die Gebühren nicht mehr aufbringen konnte. Judith heiratete früh, es wurden Zwillinge geboren, und vor 3 Jahren noch ein Sohn. Obwohl ihr Mann im Baugewerbe arbeitet, wird für den Unterhalt der fünfköpfigen Familie auch ihr Einsatz gebraucht.

Zu ihrer Arbeit im Sicherheitsdienst bricht sie morgens um 4.30 Uhr auf und geht 90 Minuten zu Fuss zu ihrer Arbeitsstelle. Heim kommt sie abends gegen 19.30 Uhr.  Sie hat eine 7-Tage-Woche und sieht keine Möglichkeit, einmal frei zu nehmen. Urlaub gibt es keinen. Dafür erhält sie umgerechnet 90 Euro im Monat. Das ist schon fast der Betrag, der für das Schulgeld der Zwillinge aufgebracht werden muss: 120 Euro im Monat. Als die Kinder klein waren, erzählt Judith, haben sie „Tante“ zu ihr gesagt, weil sie so selten zuhause war. Heute sind die Zwillinge 8 Jahre alt und müssen sich um den Dreijährigen kümmern, wenn sie nicht da ist.

„Meine Familie ist ein Geschenk Gottes an mich,“ sagt Judith. In 10 Jahren wäre sie gerne an einer besseren Arbeitsstelle, obwohl sie die Arbeit als Security sehr mag. Von einer der Kolleginnen lernte sie die Herstellung von Ohrringen und Armbändern, die sie hin und wieder verkaufen kann.“Ich wäre gern reich um der Kinder willen“, meint sie. Ja, die Familie ist ihr das Kostbarste.

(Von all den Fotos, die wir drinnen und draussen gemacht haben, hat sich Judith dieses ausgesucht: hinter den Gittern im Eingangsbereich ihrer Einsatzzentrale).

 


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Hii ni nini? – Was ist das?

Gipskontrollen sind ein Tagesgeschaeft, das Ueberraschungen birgt. Nicht jeder Gips sieht so aus, wie er sollte, was Farbe und Design angeht: an manchen klebt das halbe Abenteuerleben eines kleinen Jungen im Slum, und zuweilen ist auch das Gelenk, das eigentlich ruhig gestellt werden sollte, eigentlich noch beweglich, sei es, weil der kleine oder groessere Patient Wochen hat vergehen lassen, bevor ein German Doctor einen zweiten Blick darauf werfen kann, oder weil das taegliche wilde Leben die Stabilitaet kippt. Eigentlich wird bezueglich der Gipskontrollen ein 7-Tage-Rhythmus angestrebt. Doch auch diese Vorgabe ist dafuer anfaellig, von der Wirklichkeit eingeholt zu werden.

Sami, 12 Jahre alt, ist gestuerzt, der linke Unterarm hat einen deutlichen Knick kurz oberhalb des Handgelenks. Er wird zum Roentgen geschickt. Wieder zurueck, ist auf dem Bild eine deutlich abgekippte Radiusschaftfraktur erkennbar, die allerdings nicht ganz frisch aussieht, Aufhellungen, Kallus und Abrundungen an den Bruchenden sind nicht zu uebersehen. Erst langsam, nach schnoerkelreichem Nachfragen, kommt mit dem Umweg ueber zwei aufmerksame, uebersetzende Verbandsraumschwestern die (vermutlich) wahre Geschichte ans Licht: Noch vor Weihnachten hatte Sami sich zum ersten Mal den Unterarm gebrochen, eine Schiene erhalten, die dann von der Mutter entfernt wurde (warum, blieb im Dunkeln). Gefragt, wie der Arm aussah, ob der auffallende Knick bereits Ursache des ersten Sturzes war, antwortet die begleitende Tante mit einem verhaltenen „Ich erinnere mich nicht,“ waehrend Sami bestaetigt, ja, der Knick sei genauso schon da gewesen.  Der schreckliche Schmerz hingegen nicht, der sei neu seit heute. Die Chirurgin vermutet, dass es sich um einen in schlechtem Winkel geheilten, jetzt aber wieder neu gebrochenen Knochen handelt.

Da Sami vor etwa einer Stunde auf dem Weg vom Roentgen zum Baraka Health Center (oben: der innere Wartebereich)eine Portion gebratene Kartoffeln („some Chips“) gegessen hat, faellt die Moeglichkeit der Kurznarkose weg, morgen sind bereits zwei Patienten fuer kleine OPs einbestellt und mehr sind am Rande des ueblichen Betriebs nicht zu schaffen. Also erhaelt Sami ein starkes Schmerzmittel und eine Kinderportion Valium und dann wird gewartet: Sami auf dem Schoss seiner Auntie auf einem Plastikstuhl in der Mitte des Dressingroom, zwei Schwestern, eine Uebersetzerin und die Chirurgin im Kreis, locker um die Sitzenden herum gruppiert, aber doch aufmerksam, wann dem Patient die Augen beginnen zuzufallen. Alles ist gerichtet, Wasser, Gips, Watte, Gaze, so dass es auf Kommando hin schnell gehen kann. Dann ist es soweit, Sami nickt kurz ein, ein Zug am Arm, ein Druck, ein Schrei, und dann sitzt der Gips. Die Chirurgin ordert, was sonst nur in seltenen Faellen als wirklich noetig und finanziell angemessen erachtet wird, eine Roentgenkontrolle im Gips an und beschliesst, dass Sami, falls der Winkel nicht wenigstens zum groessten Teil ausgeglichen ist, in die Klinik ueberwiesen werden muss. Denn bereits am Morgen wurde ein Gips bei einem gleichaltrigen Maedchen (vom Grossvater gebracht) mit der gleichen Fraktur abgenommen, deren Unterarm jetzt einen Bogen beschreibt. So sollte es nicht sein. Aber das geschieht nicht oft:

Zum Glueck heilt die Mehrzahl der Frakturen voellig ohne Komplikationen oder Fehlstellung aus, egal, ob der Gips nun dunkelgrau, mehrfach auseinandergebrochen, wochenlang nicht kontrolliert oder versehentlich in Wasser getaucht wurde. Wenn auch nicht Standard, doch was fuer ein Glueck…