sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Weigerung – Refusal

Ich weigere mich, die Schwarz-Weiß-Brille zu tragen. Es gibt so viele Farben mehr, und Zwischentöne… Ich staune, dass Künstler hier und da plötzlich zum Boykott ihrer Kollegen aufrufen, nur, weil sie in einem bestimmten Land geboren sind. Und ich werde NICHT Boykottaufrufen diese Art folgen, unbesehen, nur wegen einer Zugehörigkeit zu einer Nationalität. Oder auch nur einer Sprache. Wo kommen wir hin mit solchen plötzlich festgezurrten Auswahlkriterien?

I refuse to wear the Black-and-White-Glasses. There are so much more colors and shades. I am astonished (a mild word) to see that artists here and there are suddenly demanding boycott of their colleagues, who we born in certain countries. I will NOT boycott anyone just because of nationality or language. No.


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Sprache – Language

During my nightshift a Chinese tourist arrives with his tour-guide after an accident at the hotel. The tourist fell and injured his now bleeding leg. Already at the administration there was a problem in communication – on his voucher I can only find a first name and „China“ but both men are very friendly and always smiling, though we can not communicate – they don’t understand anything. The translation-program on their cellphones does not work in my consultation room, so we have to step out into the night to get my order „please call a friend who can translate“ into Chinese letters. Soon both are smiling even more enthusiastic: when having lunch at a Chinese restaurant today, they made friends and exchanged phone-numbers with the owner. And only a few minutes later I am talking in german with a very friendly lady, who builds all the bridges to understanding and an adequate treatment! Connections help – even if the language is unknown!

Im ärztlichen Nachtdienst stellt sich ein Chinesischer Tourist in Begleitung seines Reiseleiters vor, nachdem er im Hotelbad ausgerutscht ist und sich verletzt hat, eine tiefe Wunde am Knie blutet. Schon an der Anmeldung verstand man die beiden nicht wirklich, auf dem Adressfeld stehen nur ein Vorname und „China“. Beide sind wirklich freundlich und lächeln ohne Unterlass, aber verstehen wirklich gar nichts. Das Handy-Übersetzungsprogramm findet kein Netz im Sprechzimmer, so müssen wir hinaus in die Nacht, damit meine dringende Bitte (ruf einen Freund an, der übersetzen kann) in Chinesische Buchstaben übertragen werden kann. Und schon geht ein Leuchten über die Gesichter: in einem schwäbischen Chinarestaurant, in dem die Gruppe sich am Mittag stärkte, kam man ins Gespräch und tauschte mit der Eigentümerin die Telefonnummern aus. Und sofort habe ich eine astrein deutsch sprechende Chinesin am Apparat und wir verstehen uns ohne Probleme (auch wenn es ein bisschen länger dauert, bis alles gefragt, beantwortet und übersetzt ist). Wenn man die Sprache nicht kann, helfen zumindest gute Beziehungen!