sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


Ein Kommentar

Kenia und seine Wahlen

Nachdem die Präsidentschaftswahl in Kenia in diesem Sommer zwar friedlicher als beim letzten Mal, aber dennoch mit Ausschreitungen, Verletzten und Toten über die Bühne gegangen ist, hat unsere German Doctors‘ Ambulanz im Mathare Valley Slum wieder geöffnet. Da der Slum als „hot spot“ für Auseinandersetzungen gilt mit seinen vielen dicht an dicht lebenden verschiedenen Ethnien, gab es zum Schutz der Mitarbeiter eine Schliessungszeit von 10 Tagen während der Hauptwahltage und danach.

Die Meinungen über die Wahlwiederholung sind ein wenig zwiespältig – neben dem Aufatmen über die weitgehend friedlich abgelaufene Wahl und der Freude über die von der derzeitigen Regierung unabhängige richterliche Entscheidung, sie zu wiederholen, bleiben viele Fragen: wie lässt sich sicherstellen, dass der nächste Anlauf gelingt? Wer wird dann Präsident werden? Und wie werden die verschiedenen Stammesvertreter darauf reagieren?

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Melonen – Melons

Vor einem Jahr gab es vor unserer Haustür in Nairobi das Melonenfeld noch. Die Menschen, die ernten und am Strassenrand eine saftige, frische Scheibe verkaufen. Oder auch eine ganze, runde Kugel. In diesem Jahr gibt es kein Melonenfeld mehr. Ein hoher Zaun aus Wellblech und ein Wachmann, bewaffnet, verwehren Zutritt und Einblick. Die Gerüchte sind unterschiedlich. Ein Spekulant, der grosse Häuser für reiche Käufer bauen wolle, habe die Kleinbauern vertrieben? Die Chinesen? Land grabbing? Gar eine Landnahme durch die Regierung? Direkt oder indirekt? Ein Big Man aus den eigenen Reihen? Wie auch immer,  die Erde hinter dem Zaun liegt rot und bloss. Nur die Vögel halten sich nicht an die neuen Grenzen.

One year ago the melon field was still busy. People were harvesting, selling fresh and  juicy pieces on the side of the road. Or even a whole one. This year there is no melon field any more. A high fence with a watchman keeps anyone from entering or even having a look. Rumours are various. A big man, who wants to build big houses for rich people got the farmers removed? The Chinese? Land grabbing? Even the government? However – the soil lies red and bare. Only the birds don’t respect the borders.


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Nairobi – Arboretum IV

Mittagsschlaf im Park (die Rotbrauntöne – ein bisschen Erde zu Füssen der Zeichnerin, auf dem Papier verrieben).

A nap in the park (the redbrown color: a bit of soil, taken from the ground).


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Arboretum – Im Garten

Am Wochenende ist auch Zeit, die erholsamen Ecken Nairobis zu entdecken, doch, die gibt es wirklich, z.B. im Arboretum, einem weitläufigen Garten in der Nähe der Universität. Hier sind nicht nur Grün in allen Schattierungen, Schmetterlinge und Affen zu finden, sondern auch junge Männer, die unter einem Baum lautstark für die Sonntagspredigt üben, Jugendclubs, die Sport und kleine Referate verbinden, Gruppen von älteren Ladies, die sich fit halten wollen und mit viel Spass „Der Plumsack geht um“ spielen,  Sportler und Familien, die Picknick halten und die allgegenwärtigen Eisverkäufer. Eine Oase, wenn man aus dem Gewimmel im Slum und aus Lärm und Dieselwolken der Stadt auftaucht.

On Weekends there is also time to explore the more relaxed areas of Nairobi – they exist, indeed! One of these places is the Arboretum, a spacious garden near the university. Here not only every shade of green, butterflies and monkeys can be seen, but also young men, practicing aloud for the Sunday sermon, youth clubs, combining sporting activities with education, groups of elderly ladies trying to stay in shape, runners and families, enjoying a picknick and the fellows who try to sell ice cream.  An island of peace, when emerging from the noise and smog of the city streets.