sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


5 Kommentare

Am Strand – On the beach II

Goldene Zeiten, in denen nichts mehr Sorgen macht, als in welchem Winkel der Sonnenschirm aufgebaut wird…

Golden times – when nothing is more important then in which position the umbrella should be fixed…


7 Kommentare

Am Strand – On the beach

Am Wasser sein – wunderbar. Türkis und zum Bad lockend das Meer, der Sand in feinstem Weiss. Die Bade- und anderen Gäste im gleichen Verteilungsspektrum wie auch anderswo, nicht etwa ausschliesslich nur  Urlauber. So ist fast die ganze Welt zu Gast, allerdings in unterschiedlichen Rollen…

On the waterfront – such a good time. Turquoise the warmly inviting ocean, the sand shining white. People on the beach: not only those on vacation. The whole world is present, but in different role models…


3 Kommentare

..und nochmal: Benefizaktion Kunstschiffe

…und jetzt geht wieder eine Portion Schiffe zugunsten der Aktion Sea-Watch (Seenotrettung im Mittelmeer) auf Kurs in die Öffentlichkeit: diesmal ins Pädagogisch-Theologische Zentrum im Haus Birkach in Stuttgart. Herzlichen Dank dafür an Eva!

And again: our art-ships are sailing to the next performance to be sold for Sea-Watch, this time in Haus Birkach, Stuttgart. Thanks to Eva!


7 Kommentare

Selbst, auf See – Myself, sailing

…sozusagen Teamwork: das schwarze Boot faltete Regina Bunzel, ein Perlhuhn stellt (freiwillig? vermutlich leider nicht) das Segel zur Verfügung; alles andere: eigen…

…teamwork, so to say. The paperboat was folded by Regina Bunzel, a guinea-fowl gave the feather (unfortunately not voluntarily, I fear); all other parts: mine…

 


5 Kommentare

Benefizaktion Kunstschiff

Gestern Abend sind nun unsere gesammelten 360 Kunstschiffe von vielen Künstlern aus ganz Deutschland im Bischof Moser Haus „in See“ gestochen (im Bild: kurz vor Start). Die Ladies vom „Benefiz und Kunst“- Kreis hatten ein sehr köstliches kaltes Buffet gerichtet, das Duo Straub/Ege (Gesang und Akkordeon) hat mit jiddischen, sephardischen und arabischen Lieder den rechten Klang zum Ereignis gesetzt. Viele sind gekommen, wir haben 82 Schiffe verkauft und werden 1752.- Euro an Sea-Watch überweisen können. Unter den Gästen waren zudem zwei, die die Idee gern an ihrem Arbeitsplatz im Pädagogisch Theologischen Zentrum aufleben lassen würden, wir sind gespannt, ob die Fahrt dorthin weiter geht.

Ich freue mich sehr, dass aus der Idee eine runde, bunte Sache hat werden dürfen. Trotzdem – es wäre schön, wir bräuchten keine Schiffe mehr, um Menschen auf gefährlichen Routen zu retten, weil es andere, sicherere Wege gibt, die jeder ungefährdet begehen kann…

(siehe auch der Bericht in der Stuttgarter Zeitung vom 16.6.16, S.18, oder in der online-Ausgabe unter dem Titel „Papierboote gegen die Not der Flüchtlinge“ mit allerdings etwas drögem Foto)

Yesterday night our big parade of 360 Art-Ships, made by various artists from all over Germany, took place in Stuttgart. The ladies of the beneficiary art project group had prepared a wonderful potluck, the musicians performed jewish, arabic and sephardic songs, accompanied by accordion. Many came and we sold 82 ships, so we will be able to send 1752.- Euros to Sea-Watch. Two of the guests even had the idea to start a parade at their working place – we are curious, if these works of art will sail on to that place.

I am happy and thankful, that this project  became a really color- and joyful event and that we could raise a large-scale amount like this. Though – it would be even better not to be in need any more to safe people on dangerous traveling routes, because there were possibilities to go safely and in a legal and just way…

 

 

 

 


4 Kommentare

Am Meer mit (Skizzen-)Buch V

(Nachlese)

Nicht nur Badegäste, vereinzelt, sind unterwegs. Auch die beiden Chinesinnen mit grossem Sonnenhut, die Fussmassagen an Mann und Frau bringen wollen. Und die Afrikaner, die Sonnenbrillen, Tücher, Plastikspielzeug, Schmuck, etc. etc. verkaufen möchten. Heute setzt sich ein alter Herr aus Pakistan mit zwei Plastiktüten, von Kopf bis Fuss in weite, weisse Gewänder gehüllt, neben mich. Der erste, der nicht, obwohl ich konzentriert in mein Buch schaue, sofort mit Verkaufsverhandlungen anfängt (ich unterbreche, wenn ich einen kommen sehe, kurz meine Himmelbeobachtungen, denn wer nur in den Himmel schaut, darf scheinbar noch eher gestört werden als einer, der liest). Er erzählt, dass er bereits seit Jahren hier arbeitet, als ich das Buch beiseite lege. Ein ‚big man‘ manage das Geschäft. Jetzt jedoch lässt er seine Tüten umausgepackt. Er sei müde, sagt er. Wie das Geschäft laufe, frage ich? Schlecht, sagt er. Kaum jemand wolle noch etwas kaufen. Und es seien ja auch nicht mehr viele Urlauber da. Heute sei doch Sonntag, sage ich, ob er nicht einen Tag Pause einlegen wolle? Doch er ist Moslem. Ob er dann am Freitag habe frei machen können? Leider nein…

Not only a few tourists are around. There also are two Chinese ladies with large white hats who try to find a client for a foot massage. And the Africans, who are trying to sell sunglasses, towels, plastic toys, jewels etc. etc. Today an old man, dressed in white, sits down beside me. He is the first one who doesn’t start to advertise his products in spite of my concentrated look into my book (obviously it is rather allowed to disturb someone looking into the sky than a reader). He is tired and needs a break, he tells me, when I put my book aside. Being from Pakistan, he is selling things for years already. Management is done by a big man. How is business today, I ask him. Not even small business. There are not enough people, he says, and those who are there, don’t want to buy. Doesn’t he want to rest for a day, I want to know, since today is sunday? Oh, he is muslim. Then – was he able to take a day off on friday? Unfortunately not…


4 Kommentare

Am Meer mit (Skizzen-)Buch IV

(Nachlese)

Regen kündigt sich an. Die Farben verwandeln sich in Grüngrau, Blaugrau, Violettgrau. Das Meer wird zunehmend wilder, beginnt sich in die Dünen vorzuarbeiten. Sturm schrägt die Regenfäden an. Gerade ist noch Zeit für eine Grauskizze, dann muss die Lektüre unter ein Dach verlegt werden. Und schon ist der Berg hinter einer grauen Wand verschwunden…

Rain is arriving. Colors are changing into greenish, blueish and violet gray. The ocean is getting more and more agitated, starting to bite into the dunes. Only a short time is left for a sketch in gray. The wild winds are whipping the rain into my face. The books have to taken back under a roof. And suddenly the mountain has vanished behind a veil of gray…


3 Kommentare

Am Meer mit (Skizzen-)Buch III

(Nachlese)

Und wieder: in den Himmel gucken – das Tosen der Brandung im Ohr. Blick ins samttiefe Blau.

Über mir zieht eine gigantische Wolkenschildkröte über die weite blaue Fläche, schuppig, vibrierend. Ein Rochen mit 4 Stacheln schliesst sich an und verschwebt. Wolkenfasern, wie mit dem Kamm gezogen, wie weisse Kreide, verwischt.

Verlangsamung. Nicht eilen von Ort zu Ort, keine Termine, keine Verpflichtungen.

Nur schauen, hören und aufnehmen, um den Schatz der Schönheit in meine Seele betten zu können.

„Willst du das jetzt die nächsten Tage so weiter treiben?“ fragt mich (etwas irritiert) die Kollegin. Jeden Tag den gleichen Berg malen?

Warum denn nicht? Er sieht doch immer ein wenig anders aus…

Farben sammeln für den Winter…

And again: watching sky theatre, the ocean’s breath in my ears. Meeting firmament’s velvety blue with my eyes.      

A giant tortoise is moving slowly in the sky, transparent, vibrating. A large ray with four spikes follows her and vanishes. Cloudy fibers, like combed cotton wool, like white chalk, washed away.

Becoming slowly. Not hurrying from here to there, no date, no duty.

Only watching, listening and bedding the treasure of this beauty into my soul.

„Do you want to carry on with this also during the following days?“ My colleague asks and sounds irritated. Painting the same mountain every day?

But why not? In fact, the mountain looks different every hour….

Collecting colors and music for winter times…


2 Kommentare

Am Meer mit (Skizzen-)Buch…

Eine kostbare Woche Meerferien. Ohne Arbeit nebenher. Was für ein Luxus! Im Gepäck das Skizzenbuch,ein paar Farbstifte (die alten Stummel – so passen 14 Farben in einen Kasten, in dem sonst nur 6 Platz haben, dazu ein Druckbleistift). Kein Radiergummi. Nebenher als Lektüre: ,Hochzeit des Lichts‘ von Albert Camus (geschrieben an einem anderen Meer) und die Biographie Joseph Beuys‘ von Heiner Stachelhaus.

Zeit, um an einem langen, weiten Strand auf und ab zu gehen, sich ab und zu ins Meer zu werfen, in Richtung der auf den Wellen glitzernden Sonnenpunkte zu schwimmen und den Wechsel von Licht und Farben zu bestaunen. Und sich hin und wieder an einer Skizze zu versuchen.

One week of vacation at the ocean. No work to do aside of being there. What a luxurious state of life. Of course I have taken my sketchbook, some coloured pencils (the old short ones, so that 14 colours fit into a box of 6). No eraser. And two books: ,Noces‘ by Albert Camus (who wrote this on another coast) and the biography of Joseph Beuys by Heiner Stachelhaus.

Time to stroll along the seaside, jump into the water every now and then to swim south in direction of the sunsparkles on the waves and to enjoy the change of light and color.  And to try some sketches…