sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


6 Kommentare

Zum Geburtstag…Birthdaypoetry

(an das berühmteste Flüchtlingskind der Zeitgeschichte: Jesus Christus)

Du

König ohne Krone

brüchig Dein Haus

Du selbst

schutzlos und klein

Ich

Hirte im dunklen Gewand

die Haut meines Alltags zerschlissen von Sorgen

nur hastig geflickt

Zwischen uns

keine Mauern

kein Palast

aus Vorschriften

nur die Einladung

Deines Lichts

Komm!

Autorin: Cornelia Grzywa (mehr unter http://www.grzywa.de, wo auch ihre eindrucksvollen Skulpturen zu finden sind)

 

(…to the most famous refugee-child of times and ages: Jesus Christ)

You are a king without a crown

fragile your house

you are defenseless and small

Myself – a shepherd in a dark gown

the skin of my days worn out by sorrow

only hastily repaired

Between uns no wall

no palace of regulations

only the invitation of your light:

Come!

(written by Cornelia Grzywa – http://www.grzywa.de, where you can also see her beautiful sculptures)


2 Kommentare

Geburt unter Armutsbedingungen

Die Geburt – Hochrisiko (den hygienischen Bedingungen in einem Kuhstall geschuldet). Kein Gynäkologe weit und breit, der den Impfstatus oder die aktuellen Ultraschallergebnisse abfragen könnte. Eine Hebamme? Pustekuchen. Heisses Wasser und saubere Tücher? Wohl eher nur letzteres. Immerhin. Die Mutter: auf der Flucht. Der Vater ebenfalls. Und Schreiner von Beruf. Wusste der wohl, wie man eine Nabelschnur abbindet? Kein Bettchen von babylove oder yakoo. Lediglich ein Futtertrog für das Vieh. Und dann die ersten Besucher: wilde Kerle, vermutlich unrasiert, mit Schafaroma. Und dann die drei wohlhabenden Ausländer, einer schwarz, alle von sehr weit her. Sprachbarrieren: garantiert vorhanden. Das erste Weihnachten. Gott kommt als Kind auf die Erde. Die Umstände überzeugen mich. Er weiss, wie sich Armut und Flucht anfühlen.                                                     Ihr Lieben alle, ich wünsche Euch von Herzen Weihnachten

Giving birth under high risk circumstances – thinking about hygiene conditions in a stable. No gynecologist present to check the vaccination status or the last ultrasound results. A midwife? Nowhere. Hot water and clean sheets? Probably only the last. At least. Mother is a fugitive. Father also. And he is a carpenter. Would he have known how to cut the umbilical chord? No cradle. Just a feed box for cows. And then, the first visitors: wild guys, not shaved, with the odor of their sheep. And then those three guys from far away, rich, one of them black. Understanding of the spoken word not guaranteed. The first christmas. God comes to his world as a child. These circumstances have my high respect. God knows what poverty and insecurity feel like.                   Dear friends around the world, I wish you christmas in your heart!