sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Klappbüchlein II

1,5 Seiten weiter…

Turning one and a half page…

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Klappbüchlein Neuauflage

Für kleine Spinnereien am Rande und mit Papierresten ist immer noch Zeit…

For Doodles on left over papers there is always a bit of time …


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Skizzenbuch/Sketchbook Nairobi

Usually there is no time to sketch during the week, so if a beautiful bird comes my way (for example in the morning, waiting for the bus to Mathare Valley) I sharpen my eyes and mind to take an inner picture that will find its way on paper later, sometimes during the weekend. The only disadvantage: sometimes phantasy overwhelms reality…

Normalerweise ist unter der Woche keine Zeit zum Zeichnen. Manchmal aber, auf dem Weg nach Mathare, sehe ich etwas, das Bild werden möchte – dann gilt es, die Sinne zu schärfen, um ein inneres Bild mit zu nehmen, das dann vielleicht am Wochenende auf Papier finden kann. Der einzige Nachteil: zuweilen überwiegt die Improvisation, so dass die Zuordnung anhand eines Vogel-Bestimmungsbuchs schwierig werden könnte…


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Jumamosi – Samstag

Auszeit – Spaziergang, auch mit Giraffe

Zeit, langsam zu sein.

Was nicht einfach ist in  Begleitung der safariverwöhnten Kollegen, die sich langweilen, wenn nur eine Giraffe den Weg kreuzt, aber nicht eine ganze Herde – wenn nur zwei Gazellen und nicht mindestens 24 Warzenschweine mit aufgestellten Schwänzen angesichts der sich nähernden Beobachter die Flucht ergreifen. Nicht einmal EINE Löwengruppe wäre hier ausreichend, es müssten schon mehrere sein, aber Löwen gibt es hier heute nicht, nur eben EINE Giraffe, die anderen haben, so sagt uns die junge Guide, die mit uns durch den Staub stapft, den Zaun überwunden, denn es gibt hier auch kaum noch Wasser, und in unmittelbarer Nähe, aber eben ausserhalb der Gebietsabgrenzung, liegt der Naivasha-See.

Die eine Giraffe ist eine Freude für mein giraffenaffines Herz, lange könnte ich zubringen in der Betrachtung dieses grossen, schönen Tiers.

Die Eile, eine grössere Nähe herzustellen, führt, wie erwartet, zum Rückzug.

Stehen bleiben. Wolken zählen,  die vereinzelten, in der Hitze schnell verwehenden, auf samtblauem Himmel. Den Schattenzug  beobachten, der die runden Berge in Indigo färbt, die sich hier und dort aus den sich bis zum Horizont ziehenden, geraden Landschaftslinien wie grosse Maulwurfshügel erheben, und Dunkelstreifen langsam über die weite Ebene schiebt.

Auf trockenem, fast weissgolden in der Sonne dörrendem Grasland stehen die Marabus, wohl 30, wohl vierzig, eine Schar gemächlicher, grau befrackter Herren mit rosig haarlosen Köpfen. Bei vorsichtiger Annäherung ordnet sich die Gruppe neu, in zeitlupenförmigen Gangmustern sich formierend. Der die Kronenkraniche und andere vordergründigere Schönheiten bevorzugende Durchschnittstourist wird sie als hässlich betiteln. Und vermutlich entgeht ihm der Schatz, den es, in abwartendem Schritt über das Land entlang der Marabupfade, zu entdecken gibt: eine Flaumfeder, gross, weiss, hauchzart, eine im leisesten Windhauch vibrierende, vielgliedrige Kostbarkeit, deren Spitze eine feine, dunklere Locke bildet…


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Tee-Adventskalender…

Auf dem Weg vom Nachtdienst nachhause kaufe ich hin und wieder ein Brot im Bioladen am Bahnhof. Letztes Jahr nahm ich dabei eines der kostenlosen Bio-Öko-Vegan-Blättchen mit, um auf der folgenden Strassenbahnfahrt etwas zum lesen zu haben. Im Halbschlaf entdeckte ich darin neben Rezepten mit Zutaten, von denen ich noch nie etwas gehört habe, eine Ausschreibung für einen Adventskalender-Gestaltungswettbewerb. Na ja, ein Bäumchen mit ein paar bunten Vögeln malt sich flott, dachte ich, und habe damit tatsächlich die Titelgestaltung gewonnen, dazu ein Wochenende in einem Biohotel für zwei Personen und eine grosse Kiste mit Gewürzen, Tees und Kräutern. Unglaublich, so ein prallbunter Segen für ein kleines, gemaltes Bäumchen mit ein paar Vögeln drauf:) Nachdem die 24 Belege des Kalenders mit herrlichem Kräuteraroma jetzt seit 2 Monaten aus meinem Bücherregal herausduften, kann man sie jetzt allmählich verschenken…

On my way home from nightshift I sometimes pass by the railway station to buy some bread in the health food store. Last year I found a free journal about herbs, vegan food and other healthy things I have never even heard about there and decided to read it on the way home. Turning the pages half asleep I found a competition for a painted advent calendar and thought, it should be easy to paint a tree with some birds. I was so happy to win one of the three first prices including a weekend in a health food hotel for two people and a huge box of herbs, spices and tea! What a blessing compared to the little watercolor-sketch!  And after two months of sweet herb-perfume from the 24 advent-calendars on my bookshelf now it is time to make presents…