sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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A tale of peace and war 7 – victory

And when Rebel had drunk, he lay down to rest. And when he had fallen asleep, he was bound tightly by the sprouting roots of all green and budding. And so for this time peace gained victory over war again.


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A tale of peace and war 6 – Potion

And so called Fool created the potion to still the devastating thirst of Rebel. He put in the best they had, and the main ingredient was love. And Rebel drank…


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A tale of peace and war 5 – Costume

And they grieved. And tried to find a way out. And finally Fool was given the cloak of wisdom, the only costume to enable to create a solution…


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A tale of peace and war 4 – Rebel

And then Rebel arrived. And with him war and death and destruction. And endless seemed his thirst…


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A tale of peace and war 3 – Star

He was a mothdancer, a nightsinger and a stargazer. And one night something frightening happened: a dark star was rising – a sign of despair coming…


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A tale of peace and war 1 – Fool

Gerade ist die Folktaleweek 2022 zuende gegangen, DER farbensprühende Event des Jahres für IllustratorInnen aus aller Welt.

Zu 7 Worten, die im Oktober von einem Team von „Hosts“ ausgewählt werden, wird eine Geschichte ausgesucht oder selbst geschrieben und illustriert und dann im November, zu dem Wort an jeweils dem dafür vorgesehen Tag über die Woche verteilt auf Instagram veröffentlicht. Eine wunderbare Vielfalt aus allen Kulturen ist da zu finden, teils sehr persönlich, teils lustig, teils traurig, aber immer auch auf eine Art ein Spiegel der Person, die sie gewählt und geschaffen hat. Und man kann einander darüber schreiben und in’s Gespräch kommen! Ein Fest!

Ich möchte in den folgenden 7 Tagen meine eigene, selbst geschriebene Geschichte , „Ein Märchen von Krieg und Frieden“ , hier veröffentlichen – so, wie in der offiziellen Folktaleweek stets unter dem Tagesmotto. Auf instagram: #folktaleweek2022

  1. FOOL Once upon a time there was he, who was called Fool. He was slow and cheerful, a birdwhisperer, a beekeeper, a mousesaver…


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Es ist angerichtet! Im Grünen!

Meine Ausstellung ist aufgebaut und eröffnet! Deshalb hier noch einmal eine herzliche Einladung: in die Galerie in Gnadenthal bei Bad Camberg, Ausstellungsdauer: 22. Juni bis 25. August 2022, Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14 bis 17:00 Uhr und sonntags von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr!


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Im Grünen – Benefizausstellung

Herzliche Einladung zu meiner Ausstellung „Im Grünen“ im Evangelischen Kloster Gnadenthal bei Bad Camberg! Die Ausstellung findet vom 22.6. bis 25.8.2022 in der Galerie vor Ort statt und ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Dienstag bis Samstag 14-17 Uhr und Sonntags 11.30 bis 13 Uhr. Der Gesamterlös aus dem Bildverkauf geht an den Nehemiahof, Teil der Klosteranlage, in dem es für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Angebote in den Bereichen der Umweltbildung, Religionspädagogik und Freizeitarbeit gibt (ein Teil ist auch der Bioland-Hof vor Ort)!

Zu sehen gibt es Blühendes, ein wenig Dschungel und das eine und andere Fenster nach Afrika. Mehr über den Ausstellungsort und wie man dorthin kommt, ist zu finden unter http://www.kloster-gnadenthal.de


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Zu Gast im Lesekreis der anthroposophischen Wohngemeinschaft

Eine Freundin hat mich eingeladen, in ihrem Lesekreis vorbei zu kommen. Sie hatte mein Buch „Rote Erde – Notizen aus der ärztlichen Arbeit in Afrika“ als Lektüre vorgeschlagen und dachte sich nun, es müßte doch interessant sein, die Schreiberin vor Ort zu haben. Sozusagen den Mensch zum Wort…vielleicht für die eine oder andere Frage? Oder eine kleine Lesung? Das klang nett und so finde ich mich in einem Grüppchen von Lesern und Leserinnen wieder, alle brav auf Abstand und mit Maske. 

Die Gruppenleiterin schlägt nach einer kurzen Begrüßung vor, von den Leseerfahrungen zu berichten. Ein energischer Herr meldet sich zu Wort: er habe sich bis zur letzten Seite gefragt, warum man dieses Buch ausgesucht habe. Das sei ja keine Literatur. Ein Erfahrungsbericht. Ja, eben, wie der Titel sagt: Notizen. Ein weiterer älterer Herr stimmt ein: die wenigen Zeichnungen darin hätten gefallen. Aber da stände ja garnicht dabei, um was es sich handele. Nein, Literatur sei das nicht. Eine der Damen schaltet sich ein: ja, ein himmelweiter Unterschied zu dem vorher gelesenen Schriftsteller! 

Dass man sich doch per Abstimmung dafür entschieden habe, fügt jemand an. Eine leise Stimme auf der Pro-Seite, die doch nur sehr matt vertreten scheint.

Die Herren legen nach: Ja, und wieso ich mal in der 1. und mal in der 3. Person schriebe? Das sei doch immer ich, oder doch nicht? Und die medizinischen Schilderungen seien unverständlich. Und die Mentalität der Einheimischen, diese Lethargie..und wie könne es sein, dass Hilfsärzte operieren? Sie reden sich in Fahrt: bewirke man überhaupt etwas? Sei das nicht alles ein Tropfen auf dem heißen Stein? Die Politik müsse ran! Da müsse das System geändert werden! Das Buch tauge vielleicht als Information, als Aufzählung, als Anreiz zum politischen Tätigwerden…

Die Freundin leidet. Ich staune. Ist Rechtfertigung gefragt? Doch eigentlich nicht? Die leise Pro-Fraktion, kaum detektierbar in dieser Welle aus Unmut über einer Zumutung von Buch, schlägt vor, dass ich etwas daraus vorlese. Etwas lyrisches. Matte Zustimmung von Seiten der Gruppe. Ich lese:

Waldspaziergang mit Giraffe

Mittagshitzeflirren.

Stille.

Nur das Schnarren und Zirpen der Grillen, fast schrill, dann und wann ein Vogelruf.

Die weite Ebene liegt ruhig unter der Last einer gleißenden Sonne.

Blau am Horizont der Mt. Longonot.

Im lichten Wald sprenkeln Sonnenflecken den sandigen Weg.

Baumhoch, in langsamem Schritt, leicht wiegend und auf eigene Weise graziös, die Giraffe.

Blattzupfend hier und da, dann wieder die Augen mit den langen Wimpern in Richtung der sieben Wanderer gerichtet.

Prüfend.

Nachdenklich.

Ein Schritt zuviel in die Nähe und das große Tier wendet sich ab, geht gemächlichen Schrittes davon, um in gebührender Distanz wieder inne zu halten, ein Blatt aus der Baumkrone zu zupfen, als sei nichts geschehen. 

Unwichtig, die kleinen, verschwitzten Gestalten, die im Sand sowieso nur langsam vorankommen.

Eilig verschwindet ein Warzenschwein im Dickicht und hinterlässt eine Staubwolke.

Süß liegt der Duft der Salbeibüsche über der Ebene.

Hoher MIttag.

Kurzes Schweigen. Ja, doch, nahezu poetisch. Aber die Herren sind nicht zufrieden. Man hätte einen besseren Lektor gebraucht, der Poesie und Medizin auseinander hätte sortieren müssen. Die Mischung stimme nicht. Eine andere Dame ergreift das Wort: man kenne das ja, die Schieflagen in der Welt, und sie wirbt für eine von ihr unterstützte Hilfsorganisation. Da hätte es mit diesem Buch doch genügt, einen Sondertermin zu vereinbaren, aber nicht im Literaturkreis…

Erzählt nicht jeder in dem, was er sagt, eigentlich von sich selbst? Gut, dass einige sich endlich mal Luft machen konnten über den Überdruß an schlechten Nachrichten aus dem fernen Kontinent. Jetzt hat das Elend von da unten auch noch den ätherischen Literaturzirkel vernebelt. Wo ist die Feinstofflichkeit geblieben? Seltsam, all die Tapferkeit, die Geduld und die Kraft der African Ladies, die dort fast allen Widrigkeiten trotzen, und über die ich so viel geschrieben habe – völlig überhört?

Der halbstündige Marsch nachhause tut gut in der kalten Luft. Ein irgendwie ungastliches Grüppchen, dieser Literaturkreis.