sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Am Strand – On the beach III

Verkaufsgespräche mit Flüchtling und Klunkern

Business Talk with refugee and ‚good-price‘  jewelry

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Am Strand – On the beach

Am Wasser sein – wunderbar. Türkis und zum Bad lockend das Meer, der Sand in feinstem Weiss. Die Bade- und anderen Gäste im gleichen Verteilungsspektrum wie auch anderswo, nicht etwa ausschliesslich nur  Urlauber. So ist fast die ganze Welt zu Gast, allerdings in unterschiedlichen Rollen…

On the waterfront – such a good time. Turquoise the warmly inviting ocean, the sand shining white. People on the beach: not only those on vacation. The whole world is present, but in different role models…


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..und nochmal: Benefizaktion Kunstschiffe

…und jetzt geht wieder eine Portion Schiffe zugunsten der Aktion Sea-Watch (Seenotrettung im Mittelmeer) auf Kurs in die Öffentlichkeit: diesmal ins Pädagogisch-Theologische Zentrum im Haus Birkach in Stuttgart. Herzlichen Dank dafür an Eva!

And again: our art-ships are sailing to the next performance to be sold for Sea-Watch, this time in Haus Birkach, Stuttgart. Thanks to Eva!


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Benefizaktion Kunstschiff

Gestern Abend sind nun unsere gesammelten 360 Kunstschiffe von vielen Künstlern aus ganz Deutschland im Bischof Moser Haus „in See“ gestochen (im Bild: kurz vor Start). Die Ladies vom „Benefiz und Kunst“- Kreis hatten ein sehr köstliches kaltes Buffet gerichtet, das Duo Straub/Ege (Gesang und Akkordeon) hat mit jiddischen, sephardischen und arabischen Lieder den rechten Klang zum Ereignis gesetzt. Viele sind gekommen, wir haben 82 Schiffe verkauft und werden 1752.- Euro an Sea-Watch überweisen können. Unter den Gästen waren zudem zwei, die die Idee gern an ihrem Arbeitsplatz im Pädagogisch Theologischen Zentrum aufleben lassen würden, wir sind gespannt, ob die Fahrt dorthin weiter geht.

Ich freue mich sehr, dass aus der Idee eine runde, bunte Sache hat werden dürfen. Trotzdem – es wäre schön, wir bräuchten keine Schiffe mehr, um Menschen auf gefährlichen Routen zu retten, weil es andere, sicherere Wege gibt, die jeder ungefährdet begehen kann…

(siehe auch der Bericht in der Stuttgarter Zeitung vom 16.6.16, S.18, oder in der online-Ausgabe unter dem Titel „Papierboote gegen die Not der Flüchtlinge“ mit allerdings etwas drögem Foto)

Yesterday night our big parade of 360 Art-Ships, made by various artists from all over Germany, took place in Stuttgart. The ladies of the beneficiary art project group had prepared a wonderful potluck, the musicians performed jewish, arabic and sephardic songs, accompanied by accordion. Many came and we sold 82 ships, so we will be able to send 1752.- Euros to Sea-Watch. Two of the guests even had the idea to start a parade at their working place – we are curious, if these works of art will sail on to that place.

I am happy and thankful, that this project  became a really color- and joyful event and that we could raise a large-scale amount like this. Though – it would be even better not to be in need any more to safe people on dangerous traveling routes, because there were possibilities to go safely and in a legal and just way…

 

 

 

 


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Schiffe, die nicht sinken – Vorbereitungen

Anfangs stand die Idee, die Benefiz-Aktion auch in Stuttgart Gestalt werden zu lassen, noch wie ein kleiner bunter Tupfen allein auf einer grossen, weissen Fläche. Aber aus dem Ja, sich auf diese Planung einzulassen, entwickelt sich schon merkbar ein vielgestaltiges Bild – der Arbeitskreis Asyl Stuttgart hat sich eingeklinkt, dazu die Gruppe „Benefiz und Kunst“, die bei einem feinen Frühstück, zu dem auch ich kommen durfte, um die Idee vorzustellen, die Gestaltung des Abends mit bedacht hat. „Frag doch mal….“  hiess es bezüglich der Überlegung, ob wir vielleicht auch ein wenig Musik mit in die Veranstaltung hinein nehmen könnten. Und siehe da: die beiden Musiker schreiben mir auf Anfrage hin zurück: „…einige Tage vorher haben wir schon ein Konzert, da sind wir gut eingestimmt, ja, wir machen das!“  Was für eine beglückende Erfahrung, dass mehrere am gleichen Strang ziehen. Auch tauchen immer wieder hier und da und dort frisch gefaltete Schiffe von Künstlerkollegen auf, die sich einreihen wollen…

Hier nochmal, zum Vormerken, die Eckdaten:

Wo: Bischof Moser Haus, Wagnerstrasse 45, im Stuttgarter Bohnenviertel (Innenstadt)

Wann: 13.6.16, 18-21 Uhr

Was: eines (oder mehrere) der von Künstlern aus ganz Deutschland  aus ihren Papierarbeiten gefalteten Schiffe, die in einer grossen Armada durch den Saal ziehen, kann für 15 Euro pro Stück erworben werden – der Gesamterlös kommt der Initiative SEAWATCH (www.sea-watch.org) Seenotrettung im Mittelmeer zugute.

Eine Aktion mit vielerlei Entfaltungspotential…


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!Termin zum Vormerken!

Schiffe, die nicht sinken – „Aktion Kunstschiff“ kommt nach Stuttgart

Nachdem nach wie vor viel zu viele Menschen unnötigerweise auf der Flucht über das Mittelmeer ertrinken, wollen wir ein winziges, aber deutliches Zeichen setzen.

Wie schon von Jörg Möller und Nanni Wagner Ende letzten Jahres in Geldern initiiert, waren und sind Künstlerinnen und Künstler aller Orten eingeladen, ihre Werke (Zeichnungen, Druckgrafik, Gemaltes auf Papier) zum Boot zu falten und zu der grossen Fregatte beizusteuern, die

am 13.Juni 2016 von 18 bis 21 Uhr durch das Bischof-Moser-Haus in der Innenstadt Stuttgarts (Wagnerstrasse 45 im Bohnenviertel) ziehen wird: jedes Schiff wird für 15 Euro zugunsten von Aktion Sea-Watch, Seenotrettung im Mittelmeer (dahin geht der Gesamterlös ohne Abzüge) zu haben sein.  Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl Stuttgart statt, das Rahmenprogramm ist in Planung.

Wer sich belesen möchte: Auf der Seite http://www.sea-watch.org finden sich nähere Informationen über die private Initiative, die nicht wie Triton unter dem Regiment von Frontex  nur in unmittelbarer Küstennähe Europas kreuzt, sondern zwischen Lampedusa und der libyschen Küste. Ziele sind Rettung, Erstversorgung und Bericht.

Auch auf der Seite von Jörg Möller finden sich die Berichte über die vorherige Aktion in Geldern im November 2015 unter den Einträgen zu diesem Datum: http://www.joergmoeller.wordpress.com

Wer noch Gefaltetes beitragen möchte, sollte die Boote bis zum 6. Juni per Post an mich schicken.

 

 


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Am Meer mit (Skizzen-)Buch V

(Nachlese)

Nicht nur Badegäste, vereinzelt, sind unterwegs. Auch die beiden Chinesinnen mit grossem Sonnenhut, die Fussmassagen an Mann und Frau bringen wollen. Und die Afrikaner, die Sonnenbrillen, Tücher, Plastikspielzeug, Schmuck, etc. etc. verkaufen möchten. Heute setzt sich ein alter Herr aus Pakistan mit zwei Plastiktüten, von Kopf bis Fuss in weite, weisse Gewänder gehüllt, neben mich. Der erste, der nicht, obwohl ich konzentriert in mein Buch schaue, sofort mit Verkaufsverhandlungen anfängt (ich unterbreche, wenn ich einen kommen sehe, kurz meine Himmelbeobachtungen, denn wer nur in den Himmel schaut, darf scheinbar noch eher gestört werden als einer, der liest). Er erzählt, dass er bereits seit Jahren hier arbeitet, als ich das Buch beiseite lege. Ein ‚big man‘ manage das Geschäft. Jetzt jedoch lässt er seine Tüten umausgepackt. Er sei müde, sagt er. Wie das Geschäft laufe, frage ich? Schlecht, sagt er. Kaum jemand wolle noch etwas kaufen. Und es seien ja auch nicht mehr viele Urlauber da. Heute sei doch Sonntag, sage ich, ob er nicht einen Tag Pause einlegen wolle? Doch er ist Moslem. Ob er dann am Freitag habe frei machen können? Leider nein…

Not only a few tourists are around. There also are two Chinese ladies with large white hats who try to find a client for a foot massage. And the Africans, who are trying to sell sunglasses, towels, plastic toys, jewels etc. etc. Today an old man, dressed in white, sits down beside me. He is the first one who doesn’t start to advertise his products in spite of my concentrated look into my book (obviously it is rather allowed to disturb someone looking into the sky than a reader). He is tired and needs a break, he tells me, when I put my book aside. Being from Pakistan, he is selling things for years already. Management is done by a big man. How is business today, I ask him. Not even small business. There are not enough people, he says, and those who are there, don’t want to buy. Doesn’t he want to rest for a day, I want to know, since today is sunday? Oh, he is muslim. Then – was he able to take a day off on friday? Unfortunately not…