sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


2 Kommentare

African Ladies – Martha, Watch’man‘

Crime rates are high in Nairobi. Also the College Complex in town has several gates, where passengers are controlled. On Wednesdays Martha is the gatekeeper. She was lucky to get the job from her cousin. Does she like her work? Hm, it is not really the job of her dreams. But it is o.k. to make some money. At least a bit. She would prefer so much to be with her 3 children, which are at her homeplace up country. Yes, that is her greatest wish for the future: to live a good life together with her children. 

She is doing her job well. Opening the door, when the ‚right‘ people approach, being friendly and helpful. What, if the wrong people want to get in? The bad guys? Does she have a weapon? No, she doesn’t. But there is a phone to the headquarters and the protection service  will hopefully arrive immediately. 

Die Kriminalitätsrate von Nairobi ist hoch. Auch der Gebäudekomplex der Universität in der Stadt hat verschiedene bewachte Eingänge. Mittwochs ist Martha Wächterin am Eingang zu den Personalwohnheimen, wo auch die German Doctors wohnen. Sie hatte das Glück, diese kleine Aushilfsstelle von ihrem Cousin übernehmen zu können. Hat sie Freude an ihrer Arbeit? Hm, nun, es ist nicht gerade ein Traumjob, aber gut, um ein wenig Geld zu verdienen. Ein wenig. Sie wäre viel lieber bei ihren 3 Kindern, die mit ihrer Familie auf dem Land leben. Ja, das wäre ihr grösster Wunsch, mit ihren Kindern zusammen ein gutes Leben zu führen.

Sie macht ihre Arbeit gut, ist zur Stelle, öffnet das Tor, wenn wir nachhause kommen. Sie ist freundlich und hilfsbereit. Was ist, wenn die falschen Leute Einlass verlangen? Solche, die Böses im Sinn haben? Hat sie eine Waffe? Nein. Es gibt keine Waffe. Aber einen telefonischen Direktanschluss zur Zentrale  des Sicherheitsdienstes. Der dann hoffentlich sofort zur Stelle ist.

Werbeanzeigen


3 Kommentare

African Ladies – Martha, Clinical Officer

5.15 pm. The last patient just greeted and left the consultation room to start on her way home. Martha invites me on the visitor’s chair at her desk at Baraka Health Center. Through the open window the voices and music from the street are floating into the little room. 5 years ago Martha started her work as a clinical officer in one of Nairobi’s hospitals: for 2 years she worked in an HIV-program to prevent mother-to-child-transmission.

There always had been a passion of being active in the medical field, especially with children, for the daughter of a kenian banker and a secretary in civil service. Working in Baraka now is different from what she had first expected, Martha tells me. „It is more then I ever came across, but it’s not only sadness, it is also joy.“ She found a diverse community with different needs. And though it is not always easy she is glad to work here.

„Where do you see yourself in 10 years? Any dreams?“ I ask her.

Martha has indeed some plans: to open up a children’s home for the vulnerable, to build a school, even a hospital, to help educating children to a high level….To make her dreams come true, Martha is taking distant classes at Kenyatta University to become a bachelor in special needs education. She just finished her second year of four. And though she also is mother of a 5-year old daughter, she took classes in sign language to be able to translate for the deaf community at church.

„I love challenges,“ Martha says. And she wants to do her best with what she has and where she is. „Even if it is cloudy today, tomorrow might be a brighter day.“ Having worked with her during the last 5 weeks, it is easy to believe her.

17.15 Uhr am Nachmittag. Die letzte Patientin hat sich gerade aus dem Sprechzimmer verabschiedet und macht sich auf den Heimweg. Martha bittet mich an ihren Schreibtisch im Baraka Health Center. Durch das offene Fenster sind die Stimmen der Menschen auf der Strasse und flotte Musik zu hoeren,  Vor 5 Jahren startete Matha ihre Berufstätigkeit als Clinical Officer mit dreijaehriger Ausbildung (angesiedelt zwischen pflegerischer und ärztlicher Taetigkeit) in einem Krankenhaus in Nairobi: für 2 Jahre arbeitete sie in einem HIV-Programm mit dem Ziel, die Ansteckung von der Mutter auf das Kind zu verhindern. Immer gab es eine Leidenschaft für die Arbeit, besonders mit Kindern, im medizinischen Bereich für die Tochter eines kenianischen Bankers und einer Ministerialangestellten.

Die Arbeit in Baraka ist anders, als sie es erwartet hatte, sagt mir Martha. „Es ist umfangreicher, als ich es mir je vorgestellt haette, aber es ist nicht nur traurig, es gibt auch Momente grosser Freude.“ Sie fand eine vielschichtige Gesellschaft vor mit sehr unterschiedlichen Beduerfnissen. Und obwohl es nicht immer einfach ist, arbeitet sie gerne hier.

„Wo siehst du dich in 10 Jahren? Hast du Träume?“ frage ich sie.

In der Tat hat Martha Pläne: ein Kinderhaus zu eroeffnen, eine Schule zu bauen, vielleicht eine Klinik, aber vor allem in der Ausbildung von Kindern mitzuwirken.

Damit ihre Träume Gestalt annehmen koennen, hat Martha ein Fernstudium in Sonderpädagogik an der Kenyatta University begonnen und hat gerade das zweite von vier Jahren abgeschlossen. Und obwohl sie auch Mutter einer fünfjährigen Tochter ist, belegte sie Kurse in Gebärdensprache, um für die Gehörlosen in der Kirchengemeinde übersetzen zu können. „Ich liebe Herausforderungen,“ sagt Martha. Und sie moechte ihr Bestes geben, mit dem was sie hat und wo sie gerade ist. „Auch wenn es heute wolkig ist, koennte morgen ein hellerer Tag sein“, meint sie. Nach fünf Wochen Zusammenarbeit in Baraka glaube ich ihr gerne, was sie berichtet.