sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Vielstimmig?

Ich rufe bei R. an, länger hat er nicht von sich hören lassen. Ich warte. Der Anrufbeantworter grüsst mich mit seinem Jingle. Ich versuche es auf dem Handy. Die Mailbox klickt an. Ich versuche es nochmal auf Festnetz, ich weiss, manchmal ist er sehr beschäftigt, warte….ja, nach einer ganzen Weile meldet er sich. Ist fröhlich, aufgekratzt – und in der Tat sehr beschäftigt. Er „richtet etwas ein“, meint er.

Ich bin neugierig und frage nach, was da am Entstehen ist.  Begeistert berichtet er mir von einer neuen Sprachfunktion. Ach, sage ich, du hast doch schon Alexa und Siri zu deinen Diensten? Und Google, fügt er hinzu. Aber jetzt wird noch Magenta eingerichtet. Vier Sprachfunktionen, denen man Befehle erteilen kann? Alles Damenstimmen? Aber klar, bestätigt er. Aber was ist denn an der neuen Variante, was die „Alten“ nicht können? Er ruft einen Befehl in den Raum: Alexa, spiel Abba! Eigentlich wollte ich mich ja mit R. unterhalten. Alexa, zwei Stufen lauter! höre ich ihn rufen. Und dann wird’s laut.

Muss das sein?  frage ich noch ein bisschen lauter, um die Musik zu übertönen. Alexa, Musik aus! ruft er, und es ist wieder ruhig. Ich frage erneut, was denn die neue Funktion mehr kann als die drei bereits vorhandenen. Alexa, wie klingt eine Lerche? ruft er. Sofort ertönet lautes Gezwitscher. Hallo, rufe ich, hier ist ein lebendiger Mensch, der mit dir sprechen will!

Ist das nicht toll, fragt er begeistert, sogar Stereo! Sowohl Windows als auch Magenta haben gleichzeitig Gezwitscher produziert. Danke! ruft er Alexa zu. Warum bedankst du dich bei einer Maschine? frage ich. Man solle doch die Regeln der Höflichkeit beibehalten, erklärt er mir…

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Wilma in action

…unter dem Schirm der Liebe…

…under the umbrella of love…

(aus: Ein Engel namens Wilma, Haak/Waldmann-Brun, Verlag am Eschbach 20189


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Malzeit, Kinder! – The abundance of the children’s colors…

Bei der Malaktion „Einzeln sind wir Worte, zusammen ein Gedicht“ (Georg Bydlinski) im Rahmen der Reichelsheimer Märchen- und Sagentage gab es viel zu sehen, zu malen und zu entdecken (und nicht nur für die Kinder). Die Stirnseite des Ausstellungsraums im Europäischen Jugendzentrum der OJC war für die Bilder der Kinder reserviert, und in jedem entfaltete sich eine Geschichte. Von bösen und guten Meerjungfrauen, von Tieren aller Art und Familien, Blüten, Vulkanen, Engeln, Feuerwehreinsätzen, schwarzen Löchern im All…. jemand fragte, ob ich denn Vorgaben gegeben hätte? Nein, denn ich glaube, mit Vorgaben wäre es nicht so herrlich bunt und vielfältig geworden! Und wirklich nicht ein(e) Einzige(r) hat Mühe gehabt, ein Thema zu finden.

Have a look at the busy artists in our workshop during the fairytale-festival in Reichelsheim last weekend! Over 150 children painted and sketched their dreams, stories and favourite people and animals. Beside the exhibition of my phantasybirds the children’s paintings were put up too and could be marvelled by the visitors (the pink lady in front of the children’s exhibition in the back is me).

Foto: Birte Undeutsch

 


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Book Art

Gerade habe ich einen Kurs in „Buchkunst“ geniessen können, es war wirklich ein grosser Spass, den ganzen Tag  mit Bild, Wort, Schrift und Form, sprich, Bindungsvarianten spielen zu können. Ich hatte schon lange ein Konzept im Sinn, das mit einem Vogel anfängt und ganz vielen aufhört, ein sich entwickelndes Miteinander der sehr Verschiedenen – dies ist die erste Umsetzung als Leporello, li. neben dem ganz rechts stehenden Cover sieht man die letzte Seite…

I just took a wonderful 4-day-lesson in „Book Art“, so much fun, to play all day with the combination of painting, sketching, writing, calligraphy and binding. For some time I had the idea of a visualisation of togetherness of the different, and this is the first variation, a leporello. The front page is on the right, the last page left of it, the story unfolds going in circle and introduces a new guest on every page…


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Vielfalt und Einheit – Variety and Unity

Klappbüchlein Arabisch lernen – eine Seite zum Miteinander der Unterschiedlichen…

Study Arabic – Sketchbook – a page about combinations of different colors…


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!Jubilaeum!

In diesem Jahr runden sich 20 Jahre, in denen German Doctors (zu Gruenderzeiten noch „Aerzte fuer die Dritte Welt“ genannt) den einheimischen Mitarbeitern im Baraka Health Center zur Seite stehen. Denn nach wie vor scheint es fast ein Ding der Unmoeglichkeit zu sein,  einheimische Aerzte zur Verstaerkung des Teams zu finden, die willens sind, vollzeitig mitten im Slum zu arbeiten.

So sind sie immer noch da, die (aktuell fuenf)  Wazungu, die den aerztlichen Blick auf die Arbeit beitragen und natuerlich das vielfaeltig geknuepfte Netz aus der Zentrale in Bonn.

Bereits Tage und Wochen vorher liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren – der Staffchoir probte nach Dienstende im Wartebereich der Patienten, die Julileeblusen wurden verteilt, Anweisungen gegeben, geplant, gebacken, gerechnet, dekoriert, etc. etc.etc. und: daraus entfaltete sich ein rundes, buntes, bestens aus einheimischer Hand organisiertes Fest mit nahezu 1000 (!) geladenen Gaesten: eine kleine  Handvoll Weisse, der gesamte einheimische Staff, die kenianischen Kirchenverteter des katholischen Traegers, eine groessere Gruppe von Patienten und Mitarbeitern des Sozialdienstes im Slum, eine Gruppe von Musikern, dem Trommel-Ensemble von Mathare Youth, Theater, Wortbeitraege und immer wieder Tanzeinlagen fuer alle.

Zwar wurde im Vorfeld hier und da angezweifelt, ob die Weissen den richtigen Hueftschwung mitbringen wuerden (die Bedenken erwiesen sich als unbegruendet), aber schliesslich waren alle rundherum begeistert, nicht zuletzt auch von dem koestlichen Mittagessen und dem gruenweissen Riesenkuchen im German Doctor’s Look, die problemlos fuer alle gereicht haben.

Wer sich nun fragt, ob es nach 20 Jahren nicht endlich an der Zeit ist, das Projekt auf eigenen Beinen stehen zu lassen, sollte wissen, dass die Arbeit vor Ort genauso vom Hoeren und Warten gepraegt ist wie vom immer gemeinsamen Gesprach ueber den Stand der Dinge und der Balance zwischen Halten und Lassen. Vieles geschieht parallel, vieles ist in Entwicklung, viele Fuesse finden Raum zum selbstaendigen Stehen und vieles hat sich geformt und entfaltet.

So ist die Dynamik beim genauen Hinsehen deutlicher erkennbar als ein passives Gehaltenwerden – und darin ist vieles moeglich…

Mehr Projektinfos: http://www.german-doctors.de

Danke an Chantal fuer das Foto!


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Sanaa na upendo – Kunst und Liebe II

…und Konzentration!:)

 

Infos über unsere Arbeit im Baraka Health Center in Nairobi:

https://www.german-doctors.de/de/projekte-entdecken/nairobi