sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Ganz neu! Acht Achtsamkeiten…

Frisch aus der Paketpost: das neue Leporello. Mit Worten von Hugo Ganslmayer und meinen Bildern.

Vom Präsenzverlag, ISBN 9783945879221, 4,95 €

Und: es geht um Tugenden. Was war das doch gleich? Kein Soll oder Muss, kein erhobener Zeigefinger, eher ein geöffnetes Fenster mit Frischluft, die Einladung zum Gelingen…


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Sprache – Language

During my nightshift a Chinese tourist arrives with his tour-guide after an accident at the hotel. The tourist fell and injured his now bleeding leg. Already at the administration there was a problem in communication – on his voucher I can only find a first name and „China“ but both men are very friendly and always smiling, though we can not communicate – they don’t understand anything. The translation-program on their cellphones does not work in my consultation room, so we have to step out into the night to get my order „please call a friend who can translate“ into Chinese letters. Soon both are smiling even more enthusiastic: when having lunch at a Chinese restaurant today, they made friends and exchanged phone-numbers with the owner. And only a few minutes later I am talking in german with a very friendly lady, who builds all the bridges to understanding and an adequate treatment! Connections help – even if the language is unknown!

Im ärztlichen Nachtdienst stellt sich ein Chinesischer Tourist in Begleitung seines Reiseleiters vor, nachdem er im Hotelbad ausgerutscht ist und sich verletzt hat, eine tiefe Wunde am Knie blutet. Schon an der Anmeldung verstand man die beiden nicht wirklich, auf dem Adressfeld stehen nur ein Vorname und „China“. Beide sind wirklich freundlich und lächeln ohne Unterlass, aber verstehen wirklich gar nichts. Das Handy-Übersetzungsprogramm findet kein Netz im Sprechzimmer, so müssen wir hinaus in die Nacht, damit meine dringende Bitte (ruf einen Freund an, der übersetzen kann) in Chinesische Buchstaben übertragen werden kann. Und schon geht ein Leuchten über die Gesichter: in einem schwäbischen Chinarestaurant, in dem die Gruppe sich am Mittag stärkte, kam man ins Gespräch und tauschte mit der Eigentümerin die Telefonnummern aus. Und sofort habe ich eine astrein deutsch sprechende Chinesin am Apparat und wir verstehen uns ohne Probleme (auch wenn es ein bisschen länger dauert, bis alles gefragt, beantwortet und übersetzt ist). Wenn man die Sprache nicht kann, helfen zumindest gute Beziehungen!


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Macht zu die Tür? – Keep the door shut?

Eine Frauengruppe in einem schönen Hotel, irgendwo in Deutschland. Eine Woche Urlaub, es sich gut gehen lassen, sich auf Ressourcen besinnen, sich neu versichern. Auch malen. Wunderbare Bilder entstehen. Herrliche Farben, eine gute Basis, tiefgründig gebaut. Wahlsprüche, die tragen. Die Kursleiterin wagt es, eine Herausforderung einzubauen: ein Haus soll gemalt werden, zu zweit, das Raum hat für Viele. Auch für eine allein erziehende Mutter mit 3 Kindern aus einem Entwicklungsland. Und für ein Tier, denn der Zoo ist abgebrannt. Man darf aussuchen, was für eines, ob Taube auf dem Dach oder Nilpferd im Gartenteich.  Träumen ist erlaubt. Insbesondere auf dem Papier. Da ist ja alles möglich, keine Sparauflagen, keine Sachzwänge, Freiheit pur!

Betretene Gesichter. Eine der Frauen will nicht teilnehmen. Zweiergruppen finden sich zusammen. Stellen sich dann doch tapfer der Aufgabe. Die Kursleiterin staunt über die auf den Blättern entstehenden Gebäude. Fast alle Gruppen haben die Mutter mit Kindern ausquartiert in ein extra Haus. Eine Gruppe hat ihr gar eine Lehmhütte mit Grasdach neben die mitteleuropäische Häuschenreihe gestellt. Diskussionen über Abgrenzungen sind zu hören. Darf es in der Häuserreihe auch innen Verbindungstüren geben oder nur von aussen? Eine Gruppe malt einen Fussball für die Kinder, der im Garten benutzt werden kann. Die beliebtesten Tiere sind Vögel. An eine Raubkatze traut sich keiner heran.

Ist Malen gefährlich, fragt sich die Kursleiterin, dass nicht einmal auf dem Papier das Formulieren von Nähe möglich ist? Oder ist das die durchschnittlich-europäisch maximal erträgliche Nähe?

A group of ladies on vacation, somewhere in Germany, taking a good time to relax and rest in a beautiful hotel. Thinking about resources, getting life into a new and  vital order. Find a new Motto. And paint a bit. Beautiful paintings are made – colorful, much alive, well based on belief and a good attitude. The art-teacher on one day dares to set up a little challenge: a house has to be painted, that will be the home not only for the painters, but also for a mother with 3 children from a developing country and an animal from the burnt zoo – the painters may choose if it is as small as a dove or big like a hippo in the garden lake. Everything is possible on paper, there is space for dreams, pure freedom. 

The ladies are not amused. One doesn’t stay. They finally  take the challenge. The art-teacher, who is always moved by the beauty of the ladies‘ creativity, is surprised. Most of the ladies don’t invite the mother with her children into their dream-house, but build a separate one for them. Some even build a hut with a grass-roof for them, that stands beside the mideuropean little houses. Discussions about distance are heard. Should there be doors inside the houses that lead to the neighbor or is a door outside more than enough? Someone paints a football, that may be used in the garden. Most of the animals are birds.

Painting seems to be dangerous in some way, the art-teacher wonders. Even if it is only on paper, without any borders, where every dream is possible, there has to be so much distance to feel safe?