sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.


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Sanaa na upendo – Kunst und Liebe

Der Tag ist kunsthandwerklich anspruchsvoll. 11 Gipse sind neu anzulegen, dazu sind 6 Exemplare mit der Gipssaege zu enfernen, dem jeweils neu befreiten Patient zu erklaeren, wie er den in Wochen der Ruhigstellung  muede gewordenen Fuss wieder aufwecken  oder den Arm vorsichtig mit Kokosnussoel massieren und beueben kann, damit die fruehere Feinmotorik wieder zurueck kehrt. Der Mann mit der Saege hat nach kurzer Zeit Schweissperlen auf der Stirn, der Plastikmuelleimer im Dressingroom fuellt sich mit Gipsschalen, so dass wirklich garnichts mehr sonst hinein passt, die kleineren Patienten bruellen wie am Spiess, weil sie noch nicht wissen, dass die kreischende Saege nur Hartes, aber nichts Weiches schneidet.

Waehrenddessen werden die Neuen angelegt – ein Gips muss passen, darf nicht druecken oder zu schwer sein, sollte ordentlich aussehen und zudem fuer die Fraktur  der richtige sein (alles nicht selbstverstaendlich). Ich liebe dieses feine Modellieren, das Handinhandarbeiten, so es denn gut klappt. Und bin froh ueber den einen oder anderen „starken Mann“, der flexibel ein schweres  und mit jeder hinzukommenden Gipsbinde schwereres Bein haelt – insbesondere einen, der heute einen weissen Kittel mit dem Aufdruck „The strong heart of Africa“  traegt, nehmen wir mehrmals in Anspruch.

Bei einer der Ladies finde ich bei den aus dem zu kontrollierenden Beingips herausschauenden Zehen wunderbare Malereien auf den Naegeln vor – sie war in einem Nagelstudio! Pinkfarbene Linien und blaue Puenktchen ergeben ein prachtvolles  Bild am schwarzen Fuss zum  weissem Gips.

„Das ist gut“, sagt Jane Rose, „so fuehlt sich das Bein geliebt nach all dem Stress mit der Fraktur und dem Gips!“

 

…mehr über unsere Arbeit unter:

https://www.german-doctors.de/de/projekte-entdecken/nairobi

 

 


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African Lady III

Eine der kleinen Ladies im Dorf an einem der Eingänge des inneren Begrenzungsrings. Die Tore, die  ins Dorf  hineinführen, sind so niedrig, damit eventuelle Feinde, sich bückend, nur langsam hineingelangen können. Zwei Wälle aus Akazienholz gibt es, die Tür ist jeweils ein Baum, den man nach innen am Stamm hineinzieht. Von aussen ist dann die stachelige Mauer komplett.

One of the smaller ladies of the village, standing at one of the doors of the inner wall of acacia-wood, that is surrounding the circle of huts. Enemies, who want to come inside, will have to kneel down and therefore be slow. A tree, that is pulled inside, completes the prickly wall of defense.


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African Lady II

Eine der wichtigen Frauen im Dorf, geschmückt zum Fest: eine der jungen Frauen ist schwanger und die Angehörigen aus dem Nachbardorf sind mit einigen Ziegen als Gabe angekommen. Die Zahnlücke ist kein Zeichen für die Unerreichbarkeit  einer ordentlichen  Zahnarztpraxis, sondern ein Schönheitsmerkmal, das bewusst herbeigeführt wird.

One of the important ladies of the village, here she wears her festivity clothes. The celebration takes place because a young woman of her village got pregnant and the relatives from the neighborhood arrived, bringing some goats as a gift. The gap between her front teeth is not a sign for no dentist being around, but it counts as a sign of beauty.


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African Lady

Diese ältere Dame aus Uganda freute sich über die Fotografin, die gar nicht so sicher war, ob ihre Knipserei willkommen ist.  „Wir dachten schon, du hättest keinen Foto dabei“, meinten sie. Sie sind stolz auf ihr Dorf, ein bizarres Kunstwerk aus Holz.

This elderly lady was proud to be on the picture while I was not so sure if my taking pictures was welcome at all. “ We wondered, if you had forgotten the camera!“ the ladies said and laughed. The village itself is a work of art….