sabinewaldmannbrun

Farbe. Linie. Sehen.

Anayefuata aingie! (Kisuaheli für „Der nächste, bitte!“)

10 Kommentare

Im Januar und Februar 2015 werde ich für 6 Wochen mit German Doctors in deren Klinik im Mathare Valley Slum, dem zweitgrössten Slum Nairobi’s mitarbeiten. Dort leben ca. 400 000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen: die meisten Hütten haben weder Wasser-, Strom-, Abwasserversorgung oder Latrinen, es gibt kaum Infrastruktur, das Gebiet wird von eher zwielichtigen Landlords beherrscht, die sich die Hüttenmiete teuer bezahlen lassen. Wasser muss am Wasserkiosk für  Wucherpreise gekauft werden. Die HIV-Rate liegt bei ca. 10%. Unter den Meldungen über die Ebolaepidemie gerät zuweilen in Vergessenheit, dass immer noch wesentlich mehr Menschen an Aids und Tuberkulose sterben als an Ebola.  Die Kindersterblichkeit für Unterfünfjährige liegt bei 12 %, wobei hier die häufigsten Todesursachen Lungenentzündungen, Durchfall, AIDS, Malaria, Masern und Mangelernährung sind. Sorge bezüglich Kenia bereitet z.Zt. auch zunehmend die von Somalia aus agierende, islamische Terrororganisation Al Shabaab, die aufgrund der militärischen Beteiligung Kenias an der Friedensmission in Somalia auch in Nairobi zunehmend für Bombenanschläge und Zerstörung sorgt. – Im Projekt (die Klinik trägt den Namen „Baraka“, was „Segen“ bedeutet) unterstützen stets 6 deutsche Ärzte ehrenamtlich die einheimischen Mitarbeiter, und wechseln sich jeweils nach 6 Wochen ab. Wer diese kostbare Arbeit von German Doctors unterstützen möchte, kann sich hier informieren: blog.german-doctors.de oder http://www.german-doctors.de

Foto: Wikipedia, copyright Claudio Allia

Anayefuata aingie! (Kisuaheli for ’next patient, please!‘)

In January and February 2015 I will join the German Doctors‘ Project in Mathare Valley Slum Nairobi for six weeks. In this area far from the main tourist routes  about 400 000 people live under very poor conditions. Most of the huts don’t have electricity, a latrine or water pipes, water has to be bought for a high price. About 10% are HIV positive. Hearing about Ebola more often in these days it is a fact that the mortality rates of HIV and Tuberculosis are still much higher than those of Ebola. 12 % of the children under 5 years still die of Pneumonia, Diarrhea, AIDS, Malaria, Measles und Malnutrition. An additional problem is the increasing aggression of the Somalian islamic terror organisation Al Shabaab, since Kenia is taking part in the AMISOM-mission in Somalia.- At the clinic (named „Baraka“, which means „blessing“) in Mathare six german doctors are working continually as volunteers for six weeks with the local staff. If you want to support this precious project you will find information here: http://www.german-doctors.de.

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10 Kommentare zu “Anayefuata aingie! (Kisuaheli für „Der nächste, bitte!“)

  1. Mach dich auf was gefasst, ich war schon in diesen Slums und es ist wirklich nicht einfach und auf die kalte Schulter zu nehmen, das Leid der Leute dorten zu sehen.
    Ich wünsche dir eine schöne Zeit und viel Erfolg und Durchhaltenskraft, ich finde es immer wieder bewundernswert, wenn sich Menschen so einsetzen! 🙂
    I.

  2. Liebe Sabine, ich gehe davon aus, dass du ein paar stabile Schutzringe um dich herum hast 🙂 – auf immunologischer und mentaler und sonstiger Ebene. Angst hat hier eh keinen Platz. Angesichts der Not der Menschen kann man das Eigene ja gut hintan stellen. Wie gut, dass es Menschen wie Dich gibt, die sich für die Ärmsten der Armen einsetzen. Der Dank ist Dir sicher.
    Ich denke die nächsten 6 Wochen an Dich und wünsche Dir viele gute und wunder-volle Erfahrungen. Ich würde Dir gerne anschließend gerne zuhören, wie du minutiös von allen Krankheiten und Verletzungen berichtest und wie Du helfen konntest. Vielleicht haben wir mal wieder eine Gelegenheit dazu. Ich würd mich freuen!

    Alles Liebe und pass gut auf Dich auf!
    Bea

  3. Schön, dass Du Dich für Afrika einsetzen willst. Wird sicherlich viel Arbeit sein. Aber ich kann Dir versprechen, die Zeit in Afrika wird Dir noch lange in Erinnerung bleiben. Die Herzlichkeit der Menschen dort ist einfach unübertrefflich.

  4. Liebe Sabine!
    Um diese Aufgabe beneide ich Dich wirklich nicht und sie nötigt mir vollen Respekt ab. Und ich finde es sehr mutig, selbstlos und bewegend, dass Du Dich dazu bereit erklärt hast. Alles Gute, die größtmögliche Kraft und das notwendige Glück wünsche ich Dir! Bis bald! LG Juergen

    • Ich dank Dir sehr, Jürgen. Mal eben 6 Wochen dort zu arbeiten und immer zu wissen, man wird wieder gehen, ist nichts gegen die Arbeit der einheimischen Mitarbeiter vor Ort, die immer dort sind und dort bleiben müssen. Da kann die Zeit schon sehr lang werden und die Arbeit mühsam, deshalb ist meine Bewunderung eher auf deren Seite….

  5. Das ist eine tolle Sache und auch sehr große Herausforderung. Ich wünsche dir viel Kraft und eine möglichst gute Zeit dort und bin gespannt, was du zu erzählen weisst, wenn du wieder heim gekommen bist.

    Alles Gute!

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